Lange leben: So werden Sie 100 Jahre alt
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2. Säule: Lebensaufgabe

 

Auch im hohen Alter noch auf dem Feld tätig ©  Eva Huber - 2. Säule: Lebensaufgabe
Auch im hohen Alter noch auf dem Feld tätig © Eva Huber
Auf unsere Frage, was sie am Leben hält, konnte uns jeder der Alten von Okinawa einen Grund nennen - etwas, das seinem Dasein einen Sinn gibt, für den es sich zu leben lohnt. Für eine Greisin sind es die Kinder, Enkel und Urenkel, deren Namen und Geburtstage sie alle auswendig weiß, für eine andere ist es das Zusammensein mit den Freundinnen. Ein alter Mann will die Ernte in seinem Garten heranreifen sehen. Und eine uralte Frau will noch viele weitere Jahre länger leben, um ihrer Heimat noch mehr Ehre zu machen.

Wenn man uns hierzulande reden hört, hat man bisweilen den Eindruck, dass wir von Montagmorgen bis Freitagabend eigentlich nur auf eines hinarbeiten: das Faulenzen am Wochenende. Und mit jedem Jahr verstärkt sich unser Gefühl, dass es reicht mit der Schufterei! Dass wir längst genug getan haben in unserem vielfach ungeliebten, mal von zu viel Routine, mal von zu viel Stress geprägten Job! Dass es Zeit für eine Pause ist. Urlaub. Sabbatjahr. Ruhestand. Egal! Haushalt? Auch das noch! Gartenarbeit? Ist was für Liebhaber...

Ruhestand ist ein Fremdwort auf Okinawa © Eva Huber
Ruhestand ist ein Fremdwort auf Okinawa © Eva Huber
Und dann kommen diese Hochbetagten mit den strahlenden Augen daher und sagen, dass sie GERNE arbeiten. Ab einem bestimmten Alter die Hände in den Schoß zu legen, kommt im Lebenskonzept der munteren Senioren einfach nicht vor. In den alten Ryukyu-Dialekten, die sie im Kreis der Familie auch heute noch sprechen, gibt es noch nicht einmal ein Wort, mit dem sich so etwas wie "Ruhestand" umschreiben ließe. Sich aus dem aktiven Leben zurückzuziehen, nur weil man ein bestimmtes Alter erreicht hat, entspricht nicht ihrem Weltbild. Niemand hört hier zu arbeiten auf, nur weil er siebzig, achtzig, neunzig Jahre alt ist. Schließlich wartet draußen der Garten. Das Gemüse will gehegt und gepflegt sein. Wer sollte Seetang ernten und Meeresfrüchte sammeln? Und der Fisch springt auch nicht allein auf den Teller! Nein! Nichts zu tun, das wäre furchtbar. Und außerdem: Arbeit macht doch so viel Spaß! Warum sollte man sich den nehmen?

Oft haben gerade die Uralten unter Okinawas Alten eine spezielle Passion, der sie sich mit ganzem Herzen verschrieben haben: Der eine lehrt die alten Tänze, ein anderer zieht Chrysanthemen, wieder ein anderer züchtet Stiere für den traditionellen Stierkampf (ein meist unblutiges Kräftemessen von Tier gegen Tier, das endet, sobald eines von beiden müde ist und den Rückzug antritt). Diese Leidenschaft ist ihr Antrieb noch möglichst lange weiterzuleben.




  
  

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Veröffentlicht von
am 17/06/2009
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