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Vom Rennrad zum Mountainbike: Das richtige Fahrrad für jeden Sporttyp!

Linda Chevreuil
von Linda Chevreuil Veröffentlicht am 8. Februar 2008

Im Zeitalter des zunehmenden Umweltbewusstseins ist Radfahren wieder voll im Kommen. Das trifft sich gut, denn das Fahrrad ist nicht nur ein 100% abgasfreies Verkehrsmittel sondern auch ein einfach zugänglicher Bewegungstrainer, der den ganzen Körper fit hält.

2 Räder – 3 Möglichkeiten
Man kann sich fast überall aufs Fahrrad schwingen. Je nach Terrain und Technik unterscheidet man jedoch drei verschiedene Varianten beim Radsport:
- Das Citybike oder Trekkingrad ist für Asphaltradwege, Schotterstrecken oder befestigte Waldwege geeignet. Das Design weist bereits deutlich darauf hin, dass ein Stadtrad vor allen Dingen praktisch und bequem sein soll, daher sind Lenker und Sattel relativ hoch. Außerdem ist das Stadtrad in der Regel mit einem Gepäckständer und meistens auch mit einem Fahrradkorb oder Gepäcktaschen ausgestattet um kleinere Einkäufe oder persönliche Gegenstände unterzubringen.
- Das Rennrad ist ein reines Sportrad, das ausschließlich auf geteerten Straßen oder Wegen für lange Strecken eingesetzt wird. In einem Radsportverein oder bei Radwettbewerben wie der berühmten Tour de France sind meistens nur Rennräder zugelassen. Das Design muss zwei Bedingungen erfüllen: Schnelligkeit und dauerhafte Belastbarkeit. Um diesem Anspruch gerecht zu werden ist das Rennrad sehr schmal und leicht, hat dünne und kaum profilierte Reifen und einen relativ niedrigen Lenker mit nach unten gebogenen Griffen (siehe Foto).
- Das Mountainbike (MTB). Mit diesem Begleiter kann man sich ins unberührte Gelände wagen: auf steinige oder matschige Waldwege, an den Strand, ins Gebirge oder quer durchs Land. Das Mountainbike muss sehr stabil sein und alle Stöße gut abfedern können, daher der schwere Rahmen und die breiten Noppenreifen.

Vorteile
- Der Kalorienverbrauch wird gesteigert. Der Körper verbrennt bei einer normalen Geschwindigkeit 300-600 Kalorien pro Stunde. Bei einem schnelleren Tempo
(20 Km/h) sind es sogar 500-600 Kcal/h. Nach ca. 30 Minuten Bewegung werden außerdem die Fettreserven mobilisiert.
- Fahrradfahren beugt Herz-Kreislauf-Krankheiten vor. Die klassische Ausdauer- sportart stärkt die Herzmuskeln auf sanfte Art und Weise, belüftet die Lungen und fördert die Sauerstoffversorgung der Muskeln. Dies gilt allerdings nur, wenn Sie regelmäßig und in einem gemäßigten Tempo unterwegs sind!
- Die Verletzungsgefahr wird reduziert. Auf dem Fahrrad muss der Körper das eigene Gewicht nicht tragen. Daher eignet sich der Sport ideal für Personen mit Übergewicht, Gelenkproblemen oder für Kranke, die sich von einer Verletzung erholen und nur bedingt Sport treiben können.
- Der Allroundsport formt eine rundum schlanke Figur. Wer in die Pedale tritt stärkt die Waden-, Schenkel- und Pomuskulatur. Gleichzeitig werden Rumpf, Arme, der untere Rückenbereich und die Bauchmuskulatur trainiert. Selbst das Abstützen
auf dem Lenker wirkt sich positiv auf die Figur aus indem es dazu beiträgt, die Rippenmuskeln zu kräftigen.
- Abschalten! Radfahren entspannt: Man vermeidet den tagtäglichen Stau, ist an der frischen Luft und gewinnt Zeit und Geld. Ganz nebenbei wird man in ein Stimmungs- hoch versetzt: Der Körper belohnt die Anstrengung mit der Ausschüttung von Endorphinen, den berühmten Glückshormonen!

Nachteile
- Es besteht immer eine gewisse Unfallgefahr. Egal ob Sie auf der Straße, auf einem Feldweg oder in der Stadt unterwegs sind: Das Sturz- oder Kollisionsrisiko darf nicht unterschätzt werden.
- Das Trainingsniveau ist variabel. Mit anderen Worten: Je nach Strecke kann die Anstrengung unterschiedlich leicht oder schwer sein. Wenn man längere Zeit nicht Fahrrad gefahren ist oder in der Vergangenheit Herzprobleme hatte, sollte man sich vor abwechselnden Berg- und Talfahrten in Acht nehmen.
- Bei einer schlechten Haltung sind Rückenprobleme vorprogrammiert. Wenn
die Anstrengung ungleichmäßig verteilt ist werden das Ihre Lenden zu spüren bekommen. Der Sattelkontakt kann außerdem zu unangenehmen Gesäßschmerzen führen.
- Smogalarm: Wenn die Luftverschmutzung Spitzenwerte erreicht bekommt das ein Radfahrer als erstes zu spüren. Es ist weder besonders angenehm noch gesund wenn die Nase von einer riesigen Auspuffwolke umgeben wird...

Richtig Fahrradfahren - gewusst wie

- Planen Sie die Strecke bevor Sie aufbrechen, besonders bei einem Ausflug mit dem Mountainbike: Erkundigen Sie sich nach dem Zustand der Wege, den Höhenunterschieden, der Tourlänge... und vor allem nach der Wettervorhersage.
- Teilen Sie sich Ihre Kraft gut ein und zögern Sie nicht bei jeder Steigungs- veränderung die Gänge zu wechseln. Dazu ist die Gangschaltung ja schließlich da! Selbst wenn Sie bei einer Steigung das Gefühl haben, mit den kleinen Gängen ein wenig ins Leere zu treten: Auf diese Weise heben Sie sich Ihre Kräfte für die restliche Strecke auf! Achten Sie darauf, den Kraftaufwand auf den ganzen Körper
zu verteilen. Im Klartext: Spannen Sie die Bauchmuskeln an und setzten Sie Ihren Oberkörper ein, um leichter vorwärts zu kommen.

- Legen Sie sich eine gute Ausstattung zu. Suchen Sie sich bei einem Fahrrad- händler oder in einem Sportgeschäft ein Fahrrad aus, das genau auf den gewünschten Verwendungszweck abgestimmt ist (gelegentliche oder intensive Nutzung, Stadtrad oder Geländerad). Der Verkäufer kann Ihnen ebenfalls erklären, wie Sie das Fahrrad für Ihren Körperbau einstellen müssen. Das ist sehr wichtig, um sich beim Radfahren wohl zu fühlen und Schmerzen von vornherein auszu- schließen.
- Tragen Sie einen Helm. Das wird stark empfohlen und kann Ihnen bei einem Sturz das Leben retten.

Weitere Informationen
- ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club): Bahn & Bike
- Radwege in Deutschland
- Radtouren durch Österreich
- Radtouren durch die Schweiz
- Linkseite der Stiftung Warentest zum Thema Radfahren
- Praktische Radkarten im handlichen Mini-Format

von Linda Chevreuil

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