Channing Tatum will Clint Eastwood um Rat bitten, wie man es schafft, nicht mehr "schwach" zu sein. Der Darsteller aus 'Public Enemies' will unbedingt mit der Leinwand-Legende einen Plausch halten, damit dieser ihm verraten kann, wie er die Macho-Filmrollen besser meistern kann. Er träume schon seit Jahren davon, ihm einen Brief zu schreiben, in dem er ihn um Tipps und Tricks anbetteln wolle. Gefragt, was der Inhalt dieser Nachricht sein würde, antwortet der Frauenschwarm: "Ich entschuldige mich für uns, die wir alle schwache Schauspieler sind. Bitte bring mir bei, wie es geht!" Obwohl er jetzt ganz scharf darauf sei, zu lernen, sei das bei dem 29-Jährigen früher nicht der Fall gewesen. Das Selbstvertrauen des Schauspielers sei durch sein schlimmes Stottern in der Kindheit geschädigt worden. Außerdem habe er leichte Medikamente nehmen müssen, nachdem ein Lehrer vermutet hatte, er habe Lernschwierigkeiten. Tatum erklärt dem 'Details'-Magazin: "Ich stotterte richtig schlimm, als ich ziemlich jung war. Ich konnte keinen Satz rausbringen. Wie: 'P-p-p-p-p-p-p-p-p-apa'. Und das wandelte sich dann in undeutliche Aussprache. Ich war nicht gut in der Schule. Ich konnte noch nicht mal schnell oder gut lesen. Ich wurde auf Lernschwäche getestet, auf Dyslexie. Dann bekam ich Ritalin und Dexedrin. Ich nahm die Mittel, als ich mit der achten Klasse begann. Sobald diese Medikamente durch meine Adern flossen, wurde ich hochkonzentriert. Ich war richtig gut. Ich bekam gute Noten und machte sogar Zusatzarbeiten!" Doch irgendwann seien ihm die Medikamente zu viel geworden, so der Schauspieler, und er habe sich entschieden, sie abzusetzen, denn er habe sich nicht mehr wie er selbst gefühlt. Er erklärt: "Je länger ich Dexedrin nahm, desto schlechter fühlte ich mich. Es saugte meine ganze Persönlichkeit aus mir heraus. Ich wurde depressiv. Ich würde sogar sagen, selbstmordgefährdet. Persönlich wollte ich mich nie umbringen, aber ich konnte sehen, warum manche Kinder so waren. Wie sie sagen konnten: 'Ich halte das nicht mehr aus'. Schließlich sagte ich in meinem letzten Jahr: 'Das war's. Ich nehme nichts mehr'."
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