Christopher Walken gesteht, dass er kaum eine Rolle, die ihm angeboten wird, ablehnt, da er ''nicht zimperlich'' sei, was die Wahl seiner Filme angeht. Der US-Schauspieler gilt zwar als profilierter Charakterdarsteller, gesteht aber, dass er bei der Wahl seiner Filme keine hohen Ansprüche stellt und sich auch nicht durch ausführliche Recherchen auf seine Arbeit vorbereitet. Auf die Frage, welche Art von Rollen er prinzipiell ablehnt, antwortet der Hollywood-Fiesling: "Höchstens etwas total Vulgäres, das ich als persönliche Beleidigung empfände. Ansonsten bin ich nicht zimperlich." Außerdem habe er oft "keinen blassen Schimmer" wovon seine Filme handeln. "Wenn mein Agent mir ein Drehbuch schickt, lese ich meistens nur meine eigenen Dialogzeilen und überlege mir, ob ich den Text gut sprechen kann. Und wenn ich diese Frage bejahe, nehme ich die Rolle an", erklärt er sein Auswahlverfahren. Wählerisch sei Walken vor allem deshalb nicht, weil ihm sein Beruf so viel Spaß mache. "Ich habe keine Hobbys und keine Kinder. Und ich liebe meinen Job. Deshalb arbeite ich lieber, bevor ich stumpfsinnig daheim herumhocke", so der 67-Jährige im Gespräch mit der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung'. Peinlich seien ihm einige seiner Filme zwar, das störe ihn allerdings nicht. "Dafür bin ich auf andere richtig stolz. Und das müssen gar nicht unbedingt die großen Publikumserfolge sein", betont er und verdeutlicht: "In einem sogenannten Flop steckt oft genauso viel Herzblut wie in einem Kassenhit. Oder sogar mehr." Trotz seiner Liebe zur Schauspielerei sehe er sich selbst eher als Tänzer. "Das Tanzen war stets meine wahre Leidenschaft. Als ich in Musicals auftrat, bekam ich irgendwann das Angebot, in einem Theaterstück mitzuspielen", schildert Walken, der kurz darauf für den Film entdeckt wurde. "So bin ich langsam in diesen Beruf hineingerutscht. Ich bereue das überhaupt nicht. Aber ich würde wahnsinnig gern mal wieder ein Musical machen - und zwar möglichst bald, solange ich mich noch bewegen kann!", enthüllt er seinen Wunsch.
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