Er britische Schauspieler Clive Owen hält sich nicht für einen "professionellen Lügner". Der britische Schauspieler wurde dazu gezwungen, noch einmal in sich zu gehen und seinen Werdegang zu überdenken, als ihn ein ziemlich offener Taxifahrer in Schottland stark kritisierte und ihn zu guter letzt als Profi-Lügner brandmarkte. Dem 'Details'-Magazin verriet er: "Ich bin vor vielen Jahren in ein Taxi in Glasgow gestiegen und neben mir saß dieser griesgrämige Fahrer und sagte zu mir: 'Sie sind ein Schauspieler, nicht wahr? Sie werden dafür bezahlt zu lügen, oder? Das ist doch das, was Schauspieler machen, oder? Professionelle Lügner.? Das hat gesessen. Ich bin ausgestiegen und musste erst einmal darüber nachdenken." Der 44-Jährige kam allerdings zu einem anderen Resultat und stimmt ganz und gar nicht mit dem launischen Taxifahrer überein. "Mir ist bewusst geworden, dass wir das Gegenteil tun", erkennt er. "Schauspiel ist eine Möglichkeit, die Wahrheit zu sagen. Ich versuche, mich stets daran zu halten. Ob man nun die Filme mag oder nicht, in denen ich mitspiele - ich will, dass man mir glaubt. Mehr, als dass ich bewundernd werden will, möchte ich, dass man mir glaubt." Owens Erfolgsgeschichte hat ihm gestattet, sich die Rollen selbst auszusuchen. Ist ein Drehort zu weit entfernt oder nehmen die Dreharbeiten zu viel Zeit in Anspruch, lehnt Owen die Rolle aus Rücksicht auf seine Frau Sarah-Jane Fenton und die beiden Töchter Hannah (12) und Eve (10) ab. "Es gab Phasen, da brauchte ich einfach eine Pause. Zu viel Arbeit und zu weit weg war das. Seitdem sich mir Möglichkeiten aufgetan haben, nehme ich diese auch in Anspruch. Ich kann heute sagen: 'Sorry, Sie wollen mich für den Film? Ich kann leider nicht.' Viele Drehbücher, die ich lese, sind nicht besonders gut. Und das sind Filme, die bereits unterstützt werden und drehfertig sind - teure Filme. Ich glaube, ich bin zu wählerisch."
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