Oscar-Preisträgerin Judi Dench, vorallem bekannt für ihre Rolle der 'M' in den 'James Bond'-Filmen, gestand dem britischen 'Daily Mirror', dass sie an einer Erkrankung der Netzhaut leide und Gefahr laufe, ihr Augenlicht komplett zu verlieren. Bereits jetzt, so die 77-Jährige, könne sie ihre Skripte nicht ohne fremde Hilfe lesen.
"In der Regel ist es meine Tochter oder mein Agent oder ein Freund und eigentlich mag ich es sogar. Denn ich kann da sitzen und mir die Geschichte im Geiste vorstellen," verriet die Schaupielerin bei einem Interview in einem Londoner Hotel. Was sie aber wirklich stört, ist, dass sie die Gesichter von Menschen, die ihr gegenüberstehen, nicht mehr erkennen kann. " Was mich wirklich stört, wenn ich am Abend in einem Restaurant sitze und die Person, mit der ich esse, nicht erkennen kann." Das mache sie regelrecht wütend, denn sie habe Angst, dass sie etwas Wichtiges verpassen könnte.
Wie die Schauspielerin selbst sagt, hat sie diese Augenkrankheit von ihrer Mutter geerbt. Die Makuladegeneration tritt vor allem im Alter auf und greift die Netzhaut an. Das wiederum führt zum Verlust der Sehkraft. Man gewöhnt sich aber daran, sagt Dench im Interview. "Ich habe spezielle Linsen und Brillen. Und sehr helles Licht hilft auch. Ich kann ein Kreuzworträtsel machen, wenn die Sonne scheint. Aber sobald eine Wolke auftaucht, kann ich von einer Minute auf die nächste nichts sehen." Witzelnd fügt sie hinzu, dass sie plane, sich ein e-Book zu besorgen, denn dann könne sie einfach die Schrift vergrößern. "Das werde ich versuchen. Hörbücher liebe ich auch. Meine Tochter Finty hat ein paar gemacht und Michael [ihr 2001 an Krebs verstorbener Mann] auch."
Trotz der Erkrankung will sich Dench aber nicht aus dem Filmgeschäft zurückziehen: "Solange es eine Möglichkeit zum Arbeiten gibt, werde ich nicht aufhören. Denn wenn ich einmal aufhöre, wird nichts mehr funktionieren und es ist schwer genug so wie es ist."
Wir finden: Hoffentlich macht Judi Dench noch lange weiter großartige Filme. Wir würden sie sehr vermissen.
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