Das einstige Heim der Kelly-Family 'Schloss Gymnich' kam wegen Erbschaftsstreitereien der Geschwister unter den Hammer. Im Brühler Amtsgericht bot heute lediglich Joey Kelly eine Summe von 1,7 Millionen Euro für den einstigen Familiensitz. Dies erfüllte zu Joeys Ungunsten nicht den vorher festgelegten Mindestwert (der sogenannte Verkehrswert des Schlosses liegt bei 5,3 Millionen Euro und in der ersten Runde der Zwangsversteigerung muss mindestens die Hälfte dieses Preises geboten werden) und so wird ein weiterer Termin für die Versteigerung angesetzt.
Erst bei dem neu anberaumten Termin entfällt die Untergrenze für das Gebot. Wenn sich bis dahin kein anderer Bieter finden lässt, wird das Schloss zu Joey Kellys Besitztümern gehören.
Die 12 Kelly-Geschwister erbten einst das Schloss vom Vater, konnten sich nun aber weder auf eine Nachnutzung, noch auf einen regulären Verkauf einigen. Nach Jahren des Nomaden-Lebens auf Hausbooten und Tourbussen schaffte das Schloss einst ein neues Zuhause. Nach dem Tod des Familienoberhauptes zogen die Geschwister aber nach und nach aus.
Nun wurden die laufenden Betriebskosten für das unbewohnte Anwesen zu hoch. Joey Kelly forcierte die Versteigerung.
Das Schloss beherbergte einst das rheinische Adelsgeschlechts von Gymnich. Auch Queen Elizabeth II, US-Präsident Nixon und deutsche Minister und Staatsoberhäupter residierten schon auf Gymnich.
WIr finden: Schön, wenn das historische Gemäuer endlich einen Käufer und wahren Liebhaber findet.
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