|
Pink-Floyd-Gründungsmitglied Rick Wright ist tot. Der Musiker ist am gestrigen Montag im Alter von 65 Jahren in seinem Haus gestorben, nachdem er den Kampf gegen den Krebs verloren hatte. Ein Sprecher von Ricks Familie erklärte: "Die Familie von Rick Wright, Gründungsmitglied von Pink Floyd, gibt mit großer Trauer bekannt, dass Rick nach einem kurzen Kampf gegen den Krebs verstorben ist. Die Familie bittet darum, dass ihre Privatsphäre in dieser schwierigen Zeit respektiert wird." Rick spielte seit 1965 mit Pink Floyd – zunächst in der Gründungsformation neben Roger Waters, Nick Mason und dem mittlerweile ebenfalls verstorbenen Syd Barrett. Bis 1985 blieb Wright in der Band. Der musikalische Autodidakt galt neben Frontmann Syd in der Anfangszeit als treibende Kraft in der Band, und sein Orgelspiel war eines der herausragenden Elemente auf dem Debütalbum 'The Piper at the Gates of Dawn'. Nachdem Syd 1968 die Band verlassen hatte, und David Gilmour neu hinzugekommen war, nahm Ricks Verantwortung als Songwriter immer mehr zu. Er komponierte und sang die Melodien auf zwei Liedern des zweiten Albums 'A Saucer Full of Secrets'. Er schrieb außerdem 'Us and Them' und 'The Great Gig in the Sky', die beide auf dem Meilenstein-Album der Band, ’The Dark Side of the Moon’ erschienen. David zollte seinem einstigen Bandkollegen Tribut mit den Worten: "Er war sanft, bescheiden und etwas eigen, aber seine gefühlvolle Stimme und sein Spiel waren zentrale, magische Elemente in unserem bekanntesten Pink Floyd-Sound. Ich habe noch nie mit jemandem gespielt, der auch nur annähernd an ihn herankam." Spannungen zwischen Rick, Bassist Roger und David führten zu einem Zerwürfnis während der Aufnahmen zum Album 'The Wall', und infolge dessen tauchte Rick auf der Veröffentlichung ’The Final Cut’ aus dem Jahre 1983 nicht auf. Er verließ die Gruppe 1985. Nachdem Roger später die Band verlassen hatte, kam Rick zurück und nahm mit Schlagzeuger Nick sowie David zwei weitere Alben auf – 'A Momentary Lapse of Reason' und 'The Division Bell'. Das letzte Mal, dass die Band zusammen auftrat, war beim Live 8-Konzert in London im Jahre 2005. Zum ersten Mal seit 25 Jahren standen alle vier Bandmitglieder gemeinsam auf der Bühne. Rick veröffentlichte auch zwei Soloalben – 'Wet Dream' (1978) und 'Broken China' (1996). Er hinterlässt drei Söhne und seine dritte Frau Millie.
|