Regisseurin Sofia Coppola stellte ihren letzten Film 'Somewhere' fertig, ohne ihren Vater während der Produktion um Rat zu fragen. Die Regisseurin zeigte ihrem Vater, dem Regisseur Ford Coppola, ihren letzten Film 'Somewhere' erst, nachdem er bereits fertig war. Bei ihren vorangegangenen Filmen jedoch, war das noch anders und sie bat ihn regelmäßig während der Fertigstellung um Rat. "Ich habe ihm die finale Fassung gezeigt", erzählt sie dem 'Guardian'. "Ich wollte ihm den Film nicht zeigen, bevor er fertig war. Ich war froh, dass er das wirklich geschätzt hat. Er sagte mir, dass es wie ein Film aussah, den wirklich nur ich hatte machen können. Ich habe ihm früher grobe Schnitte gezeigt und ihn um Rat gefragt, aber inzwischen habe ich mehr Erfahrung." In 'Somewhere' spielt Stephen Dorff einen Schauspieler, der in einem Hotel in Los Angeles lebt und ein ereignisloses Leben führt, bis er sich plötzlich um seine elfjährige Tochter aus einer früheren Beziehung kümmern muss. Obwohl die Regisseurin darauf besteht, dass der Film nicht ihre eigene Beziehung zu ihrem Vater thematisiert, enthalte er doch einige Elemente aus ihrer Kindheit, gesteht sie. "Die Beziehung zu einem Vater ist sehr wichtig für Mädchen und spielt in meiner Arbeit eine Rolle. Ich habe definitiv viele Erinnerungen an das Alter meiner Kind- und Jugendzeit und daran, wie ich mit meinem Vater gereist bin. Wir waren in Hotels und da war diese Erwachsenen-Welt. Er hat uns mit an Orte genommen, an die Kinder eigentlich nicht kommen", enthüllt sie und erinnert sich an die Zeit, als sie 16 Jahre alt war. "Damals sind wir nach Kuba gefahren und haben Fidel Castro getroffen. Wir sind nach Las Vegas und Reno gereist. In den Hotels hat er dann die Drehbücher geschrieben und ich bin mit ihm gegangen. Für ein Mädchen ist das die erste wichtige Beziehung und die formt einen, wenn man aufwächst. Ich wollte zeigen, wie wichtig eine solche Beziehung ist."
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