Susan Sarandon gibt zu, dass sie auf viele Rollenangebote verzichtet hat, um sich um ihre Kinder kümmern zu können. Die Schauspielerin, die für ihre Rolle in 'Dead Man Walking - Sein letzter Gang' 1995 mit dem Oscar ausgezeichnet wurde, gibt zu, dass ihr die Erziehung ihrer Kinder wichtiger war, als gute Filmrollen. "Ja, aber ich war so dankbar für die Rollen, die ich spielen durfte, dass es für mich kein Opfer war, zugunsten der Familie auf andere Filme zu verzichten. Ich habe festgestellt, dass meine Kinder mich sehr gebraucht haben, als sie Teenager waren. Dann sagen sie dir nämlich nicht mehr, ob sie in Schwierigkeiten stecken. Das musst du schon selbst herausfinden - und das geht nur, wenn du ihnen wirklich nah bist", erklärt die dreifache Mutter. "Jetzt, da mein jüngster Sohn auf die Uni geht und bloß noch am Wochenende heimkommt, habe ich das Gefühl, dass ich loslassen kann: Ich habe vor, wieder mehr zu reisen und UN-Aufgaben zu übernehmen." Für ihre Filme haben sich ihre Kinder nie wirklich interessiert, glaubt die 64-Jährige. "Ich bin ziemlich sicher, dass sie die meisten meiner Filme gar nicht gesehen haben - bloß die, in denen sie selbst mitgespielt haben, wie 'Seite an Seite' oder 'Dead Man Walking'. Und wahrscheinlich haben sie auch da nur ihre eigenen Szenen angeschaut. Alles andere hat sie einfach nicht interessiert. Ich glaube sogar, es war ihnen immer peinlich, mich auf der Leinwand zu sehen." Die Hollywood-Darstellerin geht sogar davon aus, dass ihr Beruf ihren Kindern peinlich war, denn ihre Tochter habe als Kind gegenüber Fremden immer behauptet, ihre Mutter würde in einem Wohnwagen arbeiten. Zwar würde Sarandon sich freuen, Oma zu werden, wünscht ihren Kinder aber zunächst keinen Nachwuchs. "Ich hoffe, dass meine Kinder noch möglichst lange ihre Freiheit genießen und nicht so blöd sind, schon in jungen Jahren Nachwuchs zu produzieren. Denn ein eigenes Kind bringt eine große Verantwortung mit sich - dann ist es vorbei mit dem Spaß! Als Oma hingegen darf ich einfach ab und zu ein paar unbeschwerte Stunden mit meinen Enkeln verbringen. Ich kann heimlich alles mit ihnen machen, was ihre Eltern verboten haben, und sie abends wieder abliefern. Ja, ich freue mich schon darauf, meine Enkelkinder zu verderben!"
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