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Eine Körpertemperatur über 38° Celsius (38°C) bezeichnet man als Fieber. Die Temperatur wird mittels Fieberthermometer im Enddarm (rektal), unter der Achselhöhle (axillar), im Ohr oder unter der Zunge im Mund (oral) gemessen, wobei die rektale Temperaturmessung als die genaueste gilt. Am gebräuchlichsten sind Fieberthermometer aus Quecksilber und elektronische Digital-Fieberthermometer. Das Temperaturzentrum im Gehirn, genauer im Bereich des Hypothalamus, steuert die Wärmeregulation. Fieber entsteht durch eine Sollwertverstellung der Körpertemperatur im Temperaturzentrum, ausgelöst durch eine direkte Reizung der dortigen Nervenzellen oder durch fiebererzeugende Stoffe (so genannte Pyrogene). Man unterscheidet folgende Fiebertypen: - Über Tage und Wochen anhaltendes Fieber (Fieber-Kontinua)
- Tägliche Fieberschwankungen über 1°C (Remittierendes Fieber)
- Tägliche Fieberschwankungen, die periodisch abfallen (Intermittierendes Fieber)
- Temperaturanstieg für ein bis zwei Tage, dann Abfall, dann erneut Anstieg (Biphasisches Fieber)
- Langsam ansteigendes, mehrere Wochen anhaltendes Fieber mit fieberfreien Intervallen (Undulierendes Fieber)
- In regelmäßigen Perioden auftretendes, mehrere Tage anhaltendes Fieber (Rekurrierendes Fieber)
- Temperaturerhöhung der normalen Tagesschwankung – morgens niedriger, nachmittags am höchsten – angepasst und nicht über 38,5°C rektal (Subfebrile Temperatur)
Neben dem Anstieg der Körpertemperatur äußert sich Fieber oft mit schnellem Puls, Schweißausbrüchen, gesteigerter Atmung, glänzenden Augen, warmer – teils roter, teils blasser – Haut, trockener und belegter Zunge, Durst und Appetitlosigkeit. Es kann zu Schwindel, Wahrnehmungsstörungen und Verwirrtheit kommen. Auch Fieberkrämpfe sind möglich. Jetzt weiterlesen auf Onmeda.de: Fieber
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