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Juckreiz (Pruritus) ist ein an der Haut auftretendes Missempfinden, das unangenehm ist und den Betroffenen dazu zwingt, sich zu kratzen, zu scheuern oder zu drücken. In den meisten Fällen ist ein Juckreiz zwar lästig, aber harmlos. Wie andere Empfindungen der Haut, beispielsweise Schmerz, Berührung, Kälte oder Hitze, dient der Juckreiz als Schutzmechanismus, um Parasiten oder andere Fremdkörper von der Hautoberfläche zu entfernen. Im Gegensatz zu diesem kurzfristigen, akuten Juckreiz, sollte lang anhaltender, chronischer Juckreiz als Warnsymptom betrachtet werden. Der Juckreiz kann auf bestimmte Hautregionen begrenzt sein oder generalisiert über den ganzen Körper verteilt auftreten. Ist er scharf begrenzt und gut lokalisierbar, wird er als epikritischer Pruritus bezeichnet, ist er brennend und schlecht lokalisierbar, als protopathischer Juckreiz. Treten gleichzeitig zum Juckreiz auch Veränderungen der Haut auf, spricht man von einem Prurigo. Zahlreiche Wirkstoffe des Körpers, wie zum Beispiel Histamin, Zytokine und Opioide, können einen Juckreiz bewirken. Er wird über langsam leitende Nervenfasern weitergeleitet. Juckreiz ist das am häufigsten vorkommende Symptom, das von der Haut ausgeht. Schätzungsweise acht Prozent aller Erwachsenen leiden darunter.
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