Strahlung Japan | ||||||
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Wie wirkt die atomare Strahlung auf den Körper?
Deutschland liegt rund 9.000 Kilometer von Japan entfernt. Aufgrund der großen Distanz ist daher nicht oder nur in sehr geringem Ausmaß damit zu rechnen, dass die dort durch den Atomunfall freigesetzte radioaktive Strahlung uns hier erreicht. Da sich die radioaktiven Stoffe in der Luft verteilen und kurzlebige radioaktive Stoffe mit der Zeit zerfallen, nimmt die Konzentration der schädlichen Stoffe mit zunehmender Entfernung und Zeit ab. So würde radioaktives Jod, das nur eine geringe Halbwertszeit aufweist, bereits zerfallen sein, bevor es bis zu uns nach Europa gelangen würde. Darüber hinaus tragen Niederschläge dazu bei, dass radioaktive Partikel aus der Luft gewaschen werden. Aus diesen Gründen ist es derzeit nicht nötig, entsprechende Maßnahmen zum Strahlenschutz zu treffen. Zudem verfügt das Bundesamt für Strahlenschutz über ein Frühwarnsystem, welches eine erhöhte Radioaktivität frühzeitig erkennen, und eine Warnung an die Bevölkerung herausgeben würde. Können kontaminierte Lebensmittel aus Japan zu uns gelangen? Alle Lebensmittel, die aus Japan nach Deutschland kommen, dürfen bestimmte radioaktive Grenzwerte nicht überschreiten. Dies wird bei der Einfuhr überprüft. Zudem ist die Anzahl der Nahrungsmittel, die aus der betroffenen Gegend Japans nach Deutschland eingeführt wird, sehr gering. Aus diesen Gründen besteht kein Grund zur Sorge, dass nach dem Atomunglück in Japan verseuchte Lebensmittel nach Deutschland gelangen können. Warum wird in Japan Jod an die Bevölkerung verteilt? Immer wieder hört man in den Medien, dass an die japanische Bevölkerung im Zuge des Atomunglücks Jod verteilt wird. Dies soll den Körper vor radioaktivem Jodschützen, das im Rahmen eines Strahlenunfalls freigesetzt werden kann. Denn radioaktives Jod lagert sich in der Schilddrüse an und kann in der Folge Krebs auslösen.
Für uns in Deutschland gibt es derzeit jedoch keinen Grund Jodtabletten einzunehmen. Sofern es Anlass geben sollte, informieren Behörden darüber und fordern die Bürger ausdrücklich zur Einnahme der Jodblockade auf. Derzeit raten die Gesundheitsexperten sogar von einer verfrühten Einnahme von Jodtabletten ab. Denn durch die Einnahme hochdosierten Jods kann sich das Risiko für Schilddrüsenerkrankungen erhöhen. Ebenso könnten sich Jodtabletten im Falle einer bestehenden Jodallergie oder Schilddrüsenüberfunktion nachteilig auf die Gesundheit auswirken. Mehr Informationen finden Sie unter www.onmeda.de FR | ||||||
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Inhaltsverzeichnis Atom-Unfall in Japan: Wie gefährlich ist die Strahlung?
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