Blutzuckermessung

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Blutzuckermessung


Bei der Blutzuckermessung wird die Konzentration an Kohlenhydraten im Blut bestimmt. Kohlenhydrate sind der Hauptenergielieferant für unseren Körper.

Sie werden über die Darmschleimhaut aufgenommen und zum größten Teil in Glukose umgewandelt. Im Körperkreislauf stellen sie Energie für verschiedene Organe wie Muskeln, Gehirn oder auch die roten Blutkörperchen bereit. Mithilfe der Blutzuckermessung können Krankheiten, die mit einem zu hohen oder zu niedrigen Blutzuckerspiegel einhergehen, diagnostiziert werden, so zum Beispiel Diabetes mellitus.

Insulin, ein Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse produziert und ausgeschüttet wird, bewirkt, dass Glukose in die Zellen aufgenommen wird und dort weiterverarbeitet werden kann. Vor allem nach den Mahlzeiten wird Insulin ausgeschüttet. Durch seine Wirkung sinkt der Blutzuckerspiegel und wird im Tagesverlauf auf einem gleichbleibenden Niveau gehalten. Andere Hormone wie Kortison, Adrenalin oder Glukagon steigern die Blutzuckerwerte. Sie werden in Belastungssituationen wie beim Sport oder bei Stress ausgeschüttet, wenn der Körper mehr Zucker benötigt.

Verlieren, wie beim Diabetes mellitus, die Inselzellen (Langerhans-Inseln) der Bauchspeicheldrüse ihre Funktion, so wird weniger Insulin ausgeschüttet und der Blutzuckerspiegel steigt. Dieser Zustand wird als Hyperglykämie bezeichnet und kann durch eine einfache Blutuntersuchung, die Blutzuckermessung, festgestellt werden. Auch akute, schwere Erkrankungen wie ein Herzinfarkt können den Blutzuckerspiegel ansteigen lassen. Weiterführende Untersuchungen wie zum Beispiel ein oraler Glukosetoleranztest (oGTT) können Aufschluss über die Herkunft, Art und Schwere der Störung bringen. Ein zu niedriger Blutzuckerspiegel wird als Hypoglykämie bezeichnet.

Bei unkontrollierter Diabetestherapie, durch übermäßigen Alkoholkonsum oder bei Erkrankungen wie schweren Leberschäden kann es zu einem Abfall des Blutzuckerspiegels im Serum, also einer Hypoglykämie, kommen. Dieser Zustand ist, wenn er ausgeprägt ist, ein lebensbedrohlicher Notfall und muss sofort durch Maßnahmen wie eine Glukose- oder Glukagongabe behandelt werden.

In der Regel wird die Blutzuckermessung mithilfe eines Bluttropfens aus der Fingerkuppe vorgenommen. Das Blut wird auf einen Teststreifen gegeben. Mit einem Messgerät wird der Blutzuckerwert bestimmt.


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Veröffentlicht von der Gesundheits-Redaktion
am 07/12/2008 07:12:00
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