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Die Hyposensibilisierung (Spezifische Immuntherapie = SIT), auch Desensibilisierung genannt, ist die wirksamste Therapieform bei Allergien und wird besonders bei allergischen Reaktionen vom Typ I angewendet.
Sie kann nur durchgeführt werden, wenn das auslösende Allergen bekannt und als Hyposensibilisierungslösung erhältlich ist. Dabei wird dem Allergiker über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren das entsprechende Allergen in allmählich steigenden Dosierungen gespritzt, um die Überempfindlichkeit des Immunsystems herabzusetzen und somit eine allergische Reaktion zu verhindern.
Durch die Hyposensibilisierung soll das Immunsystem so beeinflusst werden, dass nicht die Allergie auslösenden Antikörper der Klasse E (IgE), sondern Antikörper einer anderen Klasse (IgG) gebildet werden. IgG-Antikörper bildet das Immunsystem normalerweise gegen Krankheitserreger wie Bakterien und sie entstehen nach jedem erneuten Kontakt mit dem Erreger sofort wieder, mit dem Ziel den Erreger durch "Auffressen" aus dem Körper zu entfernen. Dasselbe möchte man bei einer Allergie erreichen: Sofort nach Allergenkontakt sollen IgG-Antikörper gebildet werden und das Allergen eliminieren, sodass dieses nicht mehr zur Bildung von IgE-Antikörpern führen kann und eine allergische Reaktion verhindert wird.
Besonders bei Pollen- und Insektengiftallergien sind die Erfolge der Hyposensibilisierung durch zahlreiche Studien belegt. So liegt die Erfolgsquote bei einer Allergie gegen Blütenpollen bei rund 80 Prozent.
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