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Die meisten Impfstoffe werden als Injektion verabreicht. Sie werden in die Haut (intradermal), unter die Haut (subkutan) oder in den Muskel (intramuskulär) gespritzt. Jedoch wird auf diesem Weg oft nicht die geeignete und effektivste Immunantwort ausgelöst, da die Injektion nicht dem normalen Eintrittweg des Erregers in den Körper entspricht.
Viele Krankheitserreger dringen über die Schleimhautoberfläche in den Körper ein, zum Beispiel über die Atemwege oder den Darm. Daher stellt die Schluckimpfung eine weitere Möglichkeit dar, einen Impfstoff zu verabreichen. Dabei wird der Impfstoff über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen.
Zu den Erregern, die über die Schleimhautoberfläche in den Körper eindringen, gehört zum Beispiel der Erreger der Kinderlähmung (Polio). Es existieren zwei Impfmethoden: die Schluckimpfung nach Sabin und die Injektionsimpfung nach Salk. Bei der Schluckimpfung wird ein abgeschwächter Lebendimpfstoff verabreicht. Die Schluckimpfung hat den Vorteil, dass die Darreichungsform sehr einfach ist und bei den zu impfenden Personen – besonders bei Kindern – auf große Akzeptanz stößt. Außerdem wird zur Verabreichung kein ausgebildetes Personal benötigt. Ein schwerwiegender Nachteil ist jedoch, dass bei einer von 4,5 Millionen Impfungen eine Impfpoliomyelitis (Lähmungsfall) auftritt. Die Impfung per Injektion erfolgt mit einem Totimpfstoff. Der Impfstoff ist sehr sicher; es kommt zu keinen Nebenwirkungen beziehungsweise Krankheitsfällen. Seit Januar 1998 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die Polio-Impfung nur noch per Injektion.
Eine neue Entwicklung ist die Spray-Impfung. Hierbei wird der Impfstoff über die Atemwege verabreicht. Bei der Impfung gegen Masern könnte in Zukunft das Spray die Spritze ersetzen, da der eingeatmete Masern-Impfstoff besser wirkt als der per Nadel verabreichte Impfstoff. Außerdem stellt die Spray-Impfung eine schnelle und schonende Methode dar, bei der die Infektionsrisiken durch verunreinigte Nadeln wegfällt.
Eine weitere Entwicklung sind pflanzliche Impfstoffe aus gentechnisch veränderten Pflanzen wie beispielsweise ein Cholera-Impfstoff aus Bananen. Hierbei soll direkt in Bananen ein Impfstoff gegen Cholera gebildet werden. Der Vorteil dieses Impfstoffs bestünde in seiner einfachen Verabreichungsform: Er würde einfach in den Organismus aufgenommen, indem die Banane gegessen wird. Außerdem hätte der Impfstoff in Form der Bananenschale eine natürliche und umweltfreundliche Verpackung.
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