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Eine Meningokokken-Impfung schützt vor Meningokokken-Erkrankungen, welche meist als gefährliche Hirnhautentzündungen (Meningitis) verlaufen. In weniger Fällen – ungefähr bei einem Drittel – lösen die Meningokokken eine Blutvergiftung (Sepsis) aus. Meningokokken kommen weltweit in vielen verschieden so genannten Serogruppen vor. Das heißt die Meningokokken unterscheiden sich untereinander leicht in der Struktur ihrer Polysaccharid-Kapsel und können danach unterteilt werden. Die Erreger werden durch Tröpfcheninfektionen oder direktem Kontakt übertragen.
Gegen die Serogruppe C wird für alle Kinder ab dem zweiten Lebensjahr zur Vorsorge eine Meningokokken-Impfung empfohlen. Zudem ist die Impfung für bestimmte Personengruppen, zum Beispiel Personen mit Immundefekten, ratsam.
Die überwiegende Mehrzahl der Meningokokken-Infektionen in Europa ist auf Meningokokken der Serogruppen B und C zurückzuführen. Während sich ein wirksamer Impfstoff gegen Meningokokken-Erkrankungen der Gruppe B noch in der Entwicklung befindet, gelang vor einigen Jahren der Durchbruch in der Impfprävention von Meningokokken-C-Erkrankungen. Während ein Polysaccharid-Impfstoff bei Kindern nur zu einer sehr geringen Immunisierung führt, kann der neu entwickelte konjugierte Impfstoff (MenC) bereits bei Kindern ab dem dritten Lebensmonat erfolgreich angewandt werden.
Die Entwicklung moderner, hochwirksamer und gut verträglicher Impfstoffe gegen Meningokokken der Gruppe C ist erfreulich, da die Sterblichkeit und der Anteil von schweren Folgeschäden bei diesen Erkrankungen höher ist als bei den anderen.
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