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Die Bestimmung der Nierenwerte gibt Aufschluss über mögliche Erkrankungen. Hauptfunktionen der Niere sind die Aufrechterhaltung des Wasser-, Mineralstoff (Elektrolyt)- und Säure-Basen-Haushalts. Außerdem führt der entscheidende Ausscheidungsweg für Abbauprodukte von Eiweißen (Proteinen) über die Nieren. Die Nieren gleichen in ihrer Funktion einem sehr feinen Sieb. In einem ersten Schritt halten sie die Zellen des Bluts und große Eiweiße im Kreislauf zurück und produzieren aus dem flüssigen Anteil des Bluts (Plasma) den so genannten Primärharn. Dieser Primärharn enthält alle löslichen Stoffe des Bluts, sowohl die für den Körper wichtigen Substanzen, wie zum Beispiel Zucker (Glukose), wie auch jene Stoffe, die für den Körper schädlich sind und ausgeschieden werden müssen. Von diesem Primärharn, auch Primärfiltrat genannt, werden pro Tag etwa 180 Liter produziert. In weiteren Schritten werden diesem Filtrat von den Nierenzellen die für den Körper wertvollen Substanzen wieder entzogen (Resorption), wohingegen potentiell giftige Substanzen hinzugefügt werden (Sekretion). Schließlich wird dem Harn Wasser entzogen, sodass von 180 Litern Primärfiltrat letztlich etwa ein Liter Harn übrig bleibt. Der erste Schritt der Harnentstehung, die Filtration, ist für die nachfolgenden Prozesse Grundlage und Voraussetzung. Die Filtration ist für die Funktion der Nieren von zentraler Bedeutung. Bei vielen Nierenerkrankungen wird die Filtrationsleistung der Nieren vermindert und damit die Funktion der Nieren beeinträchtigt. Mit verschiedenen Tests (Bestimmung der Nierenwerte) kann die Filtrationsleistung der Nieren untersucht werden.
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