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Um einen Hinweis auf mögliche Ursachen bestimmter Krankheiten zu bekommen ist es in einigen Fällen notwendig, die Schilddrüsenwerte zu überprüfen. Die Schilddrüsenwerte beziehen sich dabei auf die Konzentration der Schilddrüsenhormone im Blut. Die Schilddrüsenhormone (Thyroxin, Trijodthyronin) haben vielfältige Auswirkungen auf Stoffwechsel, Wachstum, Kreislauf und Nervensystem. Die Ausschüttung der Schilddrüsenhormone unterliegt deshalb im Körper einer strengen Kontrolle. Zentrale Regelstation ist die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse). Sie kann die Produktion und Ausschüttung der Schilddrüsenhormone durch das Regelhormon Thyreoidea-Stimulierendes-Hormon (TSH) steigern oder senken. Gleichzeitig misst die Hypophyse die Hormonkonzentration im Blut und reagiert, wenn zu viel oder zu wenig Hormon vorhanden ist, durch stärkere oder schwächere Ausschüttung von TSH. Dieser komplexe Steuerungsmechanismus wird Regelkreis genannt. Verschiedene Teile des Regelkreises können durch unterschiedliche Krankheiten gestört werden. Da an fast allen Störungen das TSH als zentrales Regelhormon beteiligt ist, wird zur Überprüfung der Schilddrüsenfunktion oft nur die TSH-Konzentration im Blut untersucht. Liegt der Wert außerhalb des Normbereichs, werden auch die Hormone Thyroxin (T 4) und Trijodthyronin (T 3) bestimmt. In seltenen Fällen wird zusätzlich das Hypothalamushormon TRH gemessen. | Hormon | Referenzbereich | | TSH | | 0,27–2,5 mU/l | | T 3 | frei (FT 3) | - Kinder 4–30 Tage: 2–5,2 pg/ml
- Kinder 2–12 Monate: 1,5–6,4 pg/ml
- Kinder 2–6 Jahre: 2–6,2 pg/ml
- Kinder 7–11 Jahre: 2,7–5,2 pg/ml
- Jugendliche 12–18 Jahre: 2,3–5 pg/ml
- ab 19 Jahre: 2–4,4 pg/ml
| | gesamt | 0,8–2 ng/ml | | T 4 | frei (FT 4) | - Kinder 1–2 Tage: 16–38 pg/ml
- Kinder 3–30 Tage: 15–30 pg/ml
- Kinder 2–12 Monate: 11–18 pg/ml
- Kinder 2–13 Jahre: 9–17 pg/ml
- Jugendliche 14–18 Jahre: 9–18 pg/ml
- ab 19 Jahre: 8–18 pg/ml
| | gesamt | 5,1–14,1 ng/dl |
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