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Ledig, muslimisch, schwanger: Aicha Chennas Kampf gegen das Tabu

"L'Association Solidarité Féminine"

   

Trägerin des US-amerikanischen Opus Prize: Aicha Chenna. - "L'Association Solidarité Féminine"
Trägerin des US-amerikanischen Opus Prize: Aicha Chenna.

Als sie als Krankenschwester in einem Waisenhaus arbeitet, erfährt Aicha Chenna zum ersten Mal die Verzweiflung lediger Mütter in Marokko. Immer wieder werden Neugeborene von Frauen hergebracht, die die Verstoßung durch Familie und Gesellschaft fürchten. "Zu Recht", sagt Aicha Chenna. "Außerehelicher Sex gilt vor dem Gesetz als Prostitution. Eine unverheiratete Mutter ist eine Hure, ihr Kind ein Bastard. So stand es bis vor kurzem noch in der Geburtsurkunde: 'Bastard'. Einen offiziellen Namen bekamen diese Kinder nicht."

Später arbeitet Aicha Chenna beim Sozialministerium. Auch hier trifft sie auf verzeifelte junge Frauen. "Einige der Mädchen, die zu uns kamen, waren vergewaltigt worden. Viele kamen vom Land und aus armen Verhältnissen. Manche wurden schon als Kinder als Dienstmädchen in die Stadt verkauft. Dort wurden sie missbraucht oder sind auf den nächstbesten Mann reingefallen. Wenn solche Mädchen dann schwanger werden, zeigt die Gesellschaft mit dem Finger auf sie."

Schutz für die Schutzlosen

Aicha Chenna will diese Zustände nicht länger akzeptieren. Sie beschließt, ein Zentrum für unverheiratete Mütter zu gründen, in dem Frauen Hilfe bei der Organisation eines selbstbestimmten Lebens finden - eine Idee, deren Umsetzung schon im ersten Schritt zu scheitern droht. "Keiner wollte das Projekt finanzieren, noch nicht mal ein Ladenlokal konnte ich anmieten. Mir wurde vorgeworfen, die Prostitution zu fördern und den Islam zu verhöhnen. Ich wurde öffentlich bedroht."

Doch Aicha Chenna gibt nicht auf. Sie kämpft und erhält schließlich Unterstützung durch ausländische Stiftungen. 1985 eröffnet sie die "Association Solidarité", das erste Zentrum für ledige Mütter in der islamischen Welt, deren Vorsitzende sie noch heute ist.

Seit 25 Jahren finden schwangere Frauen Hilfe in der Association Solidarité. Bei Bedarf wird ein Rechtsbeistand gestellt, Sozialarbeiterinnen unterstützen bei Behördengängen. Junge Mütter lernen lesen und schreiben und können im vereinseigenen Restaurant oder dem Hamam eine Ausbildung machen. Das alles mit dem Ziel, irgendwann auf eigenen Füßen zu stehen.

"Die Tochter einer der Frauen, die vor 25 Jahren zu uns kamen, ist heute Ärztin. Sowas motiviert mich. Ich werde in meinem Leben keine Diskriminierung mehr dulden, weder gegen Frauen, noch gegen Männer, und erst recht nicht gegen Kinder", sagt Aicha Chenna. Man glaubt es ihr sofort.




  
 

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Veröffentlicht von
am 26/08/2011
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