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Musik & Religion

Die moderne Rabbinerin Alina Treiger rappt auch auf Hebräisch

  

Alina Treiger ist eine von drei Rabbinerinnen in Deutschland. © dpa / pa - Die moderne Rabbinerin Alina Treiger rappt auch auf Hebräisch
Alina Treiger ist eine von drei Rabbinerinnen in Deutschland. © dpa / pa
Neben Gesa Ederberg und Elisa Klapheck ist Alina Treiger eine von nur drei Rabbinerinnen in Deutschland. Seit März 2011 ist die 32-Jährige offiziell Rabbinerin der jüdischen Gemeinden in Delmenhorst und Oldenburg (Niedersachsen). Bei ihrem Amtsantritt sagte sie, Jugendarbeit sei ihr besonders wichtig. Und die verbindet sie mit ihrer Leidenschaft für Musik. Ein halbes Jahr nach ihrer Ordinierung zieht die junge Frau Bilanz.

In Oldenburg und Delmenhorst organisiert die Rabbinerin mit ukrainischen Wurzeln neben ihren Gottesdiensten und der Gemeindearbeit eine Sonntagsschule für Kinder von sechs bis 13 Jahren. Am Anfang war es enttäuschend: nur drei Kinder nehmen am Unterricht teil. Mittlerweile aber kommen zehn regelmäßig. Meist sind es sogar mehr. Alina Treiger ist auf Erfolgskurs in ihrer jüdischen Gemeinde.

Das Besondere an Alina Treiger: Sie ist die einzige Rabbinerin, die ihre Ausbildung in Deutschland absolviert hat und auch hier ordiniert wurde. In dem Land, das für die Vernichtung der Juden steht, führt Alina Treiger privat und beruflich ein von der jüdischen Religion bestimmtes Leben.

Das war nicht immer so. Geboren wurde Alina Treiger in dem 150.000-Einwohner-Ort Poltawa in der Ukraine. Während ihrer Kindheit regiert der Sozialismus in der Sowjetunion, Religion ist kaum ein Thema. Alina Treiger sagt: „Man durfte seine Religion nicht praktizieren oder sich mit religiösen Begriffen beschäftigen. Es wurde verfolgt.“ Das betrifft zu dem Zeitpunkt alle Religionen, aber besonders die jüdische. Es gibt keine jüdische Symbolik, keine Synagogen, keine Rabbiner und keine jüdischen Gemeinden. „Es war verboten, sich anders zu definieren als darüber, ein sowjetischer Bürger zu sein“, sagt Alina Treiger.

Ihre Kindheit war von Armut geprägt
Trotzdem verbindet Alina Treiger mit der Ukraine auch Positives: „Es ist der Ort, an dem ich viele Freunde habe, an dem ich mich als Persönlichkeit definiert habe.“ Aber es gibt auch schwierige Zeiten. Aus sozialer und ökonomischer Sicht. Treigers Familie ist sehr arm. Es gibt zum Beispiel nicht immer fließendes Wasser. Treiger erinnert sich: „Im Sommer hatten wir einen Monat kein Wasser. Wir mussten die Gegend nach offenen Außenleitungen absuchen und Wasser in Eimern nach Hause transportieren.“ Die Familie ernährt sich wochenlang nur von Kasha (Buchweizen). Im Winter können sie es sich nicht leisten zu heizen und Alina Treigers Vater erkrankt sogar an Tuberkulose.

Nicht nur die Lebensbedingungen sind hart damals. Als Kind wird Alina Treiger auch mit aggressivem und diskriminierendem Verhalten konfrontiert. Kinder auf der Straße rufen ihr hinterher: „Du bist eine Jüdin!“ Diese Worte sollen beleidigen. „Für mich war unverständlich, was daran schlecht ist“, sagt Treiger. „Das sind Erfahrungen und Erlebnisse, die man erst als Erwachsener versteht.“


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Veröffentlicht von Sabrina Frangos
am 27/10/2011
Die Lesernote:4.9/5 
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