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Aung San Suu Kyi: Ihr Leben als Film

  

Aung San Suu Kyi setzte sich über Jahre hinweg für ein demokratisches Myanmar ein. © SIPA - Aung San Suu Kyi: Ihr Leben als Film
Aung San Suu Kyi setzte sich über Jahre hinweg für ein demokratisches Myanmar ein. © SIPA
Mutig. Unglaublich selbstlos. Voller Hoffnung. Aung San Suu Kyi, die Friedensnobelpreisträgerin aus dem südostasiatischen Myanmar, wurde nach über 20 Jahren friedlichem Kampf im Herbst 2010 aus ihrem Hausarrest entlassen. Sie stellte ihr Land und sein Volk immer vor ihr eigenes Glück. Opferte ihre Familie: ihren Mann, die beiden Söhne, um ihrem Heimatland endlich zu einer Demokratie zu verhelfen. Es hat lange gedauert, doch es sieht so aus, als bestünde 2012 eine echte Chance für eine Zusammenarbeit mit der amtierenden Regierung und für faire Neuwahlen.

Aus der Mutter Aung San Suu Kyi wird die Politikerin
Aung San Suu Kyi ist die Tochter einer Legende. Ihr Vater, Aung San, verhalf als Kommandeur der „Burma Independence Army“ dem damaligen Burma zu seiner Unabhängigkeit von Großbritannien. Als Aung San Suu Kyi gerade zwei Jahre alt war, wurde er 1947 während einer Kabinettssitzung ermordet. Bis heute wird er in Myanmar, wie Burma seit 1989 heißt, als Volksheld verehrt. Aung San Suu Kyi studierte in Oxford, England und heiratete 1972 den britischen Tibetologen Michael Aris, mit dem sie die zwei Söhne Alex und Kim bekam.

Als ihre Mutter 1988 einen Schlaganfall erlitt, kehrte Aung San Suu Kyi nach Myanmar zurück. Und geriet dort mitten in das vermeintliche Ende der Militärdiktatur unter Ne Win. Viele Menschen gingen auf die Straße und demonstrierten friedlich für die Einführung einer Demokratie. Erfolglos, das Militär schlug die Proteste in blutigen Kämpfen nieder. Tausende starben. Nur drei Wochen nach dem Ende der Militärdiktatur unter Ne Win wurde die nächste Militärregierung einberufen. Ein Grund für Aung San Suu Kyi, erstmals die politische Bühne zu betreten. Ihre Rede im August 1988 vor der Shwedagon-Pagode, dem religiösen Wahrzeichen Yangons, verfolgten Hunderttausende Menschen. Wenn jemand für Frieden und Demokratie sorgen konnte, so die Hoffnung, dann Aung San Suu Kyi. Immerhin war sie die Tochter des Mannes, der Myanmar zur Unabhängigkeit geführt hatte.

Aung San Suu Kyi und Hillary Clinton nach ihrer Freilassung. © SIPA
Aung San Suu Kyi und Hillary Clinton nach ihrer Freilassung. © SIPA
20 Jahre Einsatz für den Frieden
Aung San Suu Kyi gründete im September 1988 zusammen mit zwei ehemaligen Offizieren die „National League for Democracy“ (NLD) und setzte sich fortan für Neuwahlen und die Einführung einer Demokratie ein. Sehr zum Ärger der führenden Militärdiktatur. Im Juli 1989 wurde sie das erste Mal für einige Monate unter Hausarrest gestellt. Für die Militärregierung eine wirksame Maßnahme, um sie aus dem politischen Geschehen zu entfernen und in Vergessenheit geraten zu lassen. Während der nächsten 20 Jahre war Aung San Suu Kyi größtenteils an ihr Haus gefesselt. Sie wurde vom Militär bewacht, hatte kein Fernsehen, Telefon, kaum Kontakt zu ihrer Familie: dem Mann und den beiden Söhnen, die aus Myanmar ausgewiesen wurden. 1991 bekam sie den Friedensnobelpreis für ihren gewaltlosen Kampf gegen die Militärregierung. Ihr Mann und die Söhne reisten aus England an und nahmen den Preis im norwegischen  Oslo entgegen. Aung San Suu Kyi konnte nicht kommen. Die Gefahr, dass sie Myanmar nie wieder würde betreten können, war zu groß. Diese Angst hielt sie auch fern, als ihr Mann Ende der 90er Jahre an Krebs erkrankte. Er starb 1999 in England. Ohne seine Frau vor seinem Tod noch einmal gesehen zu haben, da die Militärregierung seine Einreise ablehnte.

Aung San Suu Kyi zahlte einen hohen Preis für den Frieden Myanmars. So hoch, dass er für viele unverständlich ist. Doch scheint sich ihre Hartnäckigkeit gelohnt zu haben. Im Herbst 2010 wurde sie endgültig aus dem Hausarrest entlassen, Ende 2011 traf sie sogar die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton. Für 2012 stehen in Myanmar Wahlen an, die den Weg in eine demokratische Zukunft öffnen sollen. Dafür hat Aung San Suu Kyi über 20 Jahre lang gekämpft.

> Lesen Sie weiter: Luc Besson verfilmt das Leben von Aung San Suu Kyi




db

 
  

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Veröffentlicht von
am 03/03/2012
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