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Aung San Suu Kyi: 20 Jahre Einsatz für Demokratie in Myanmar

The Lady: Der Film über Aung San Suu Kyi

   

Michelle Yeoh als Aung San Suu Kyi verabschiedet sich von ihrem Mann Michael. © Universum - The Lady: Der Film über Aung San Suu Kyi
Michelle Yeoh als Aung San Suu Kyi verabschiedet sich von ihrem Mann Michael. © Universum
Das Leben von Aung San Suu Kyi als Filmvorlage
Wie schafft es eine Frau, ihre eigenen Bedürfnisse so konsequent zurückzustellen? Jahre ohne Kontakt zur Außenwelt in ihrem eigenen Haus eingesperrt zu sein und trotzdem nicht aufzugeben? Nie die Hoffnung zu verlieren? Diese Fragen stellte sich auch der Regisseur Luc Besson, der das Leben von Aung San Suu Kyi mit Michelle Yeoh in der Hauptrolle verfilmte. „The Lady“ kommt am 5. April 2012 in die deutschen Kinos und soll auf das eher unbekannte Land in Südostasien aufmerksam machen. Soll zeigen, dass Demokratie nicht selbstverständlich ist. Und soll nicht zuletzt eine Frau ehren, die unglaubliche Stärke gezeigt hat.

Doch wie verfilmt man das Leben einer Frau, mit der man nicht einmal in direkten Kontakt treten kann? Luc Besson: „Wir wollten Aung San Suu Kyi mitteilen, dass wir einen Film über ihr Leben machen. Da sie unter Hausarrest stand, konnten wir keinen direkten Kontakt zu ihr aufnehmen. Es hat drei Monate gedauert, bis wir die Möglichkeit hatten ihr eine Nachricht zukommen zu lassen. Und drei weitere Monate, bis wir Aung San Suu Kyis Antwort bekamen.“ So beschwerlich das Anlaufen des Projekts war, so beschwerlich waren dann auch die Dreharbeiten. Unter strenger Geheimhaltung wurde im Norden Thailands gefilmt, einer Gegend, die Myanmar landschaftlich sehr ähnelt. Nur wenige Aufnahmen, wie beispielsweise die von der Shwedagon-Pagode in Yangon, stammen direkt aus Myanmar. Luc Besson selbst sowie weitere Kameramänner machten die Aufnahmen. Ganz diskret. „Wir mussten aufpassen, dass es niemand mitbekam. In Myanmar wurde unser Filmprojekt missbilligt“, sagt Besson. „Es war sehr riskant diese Aufnahmen zu machen. Doch das Risiko war es uns wert. Wir wollten, dass der Film so realistisch wie irgend möglich wird.“

Aung San Suu Kyi setzt sich für die Demokratie ein. © Universum
Aung San Suu Kyi setzt sich für die Demokratie ein. © Universum
„The Lady“ dreht sich um die Geschichte Myanmars, aber auch ganz speziell um das Leben der Freiheitskämpferin Aung San Suu Kyi. Es geht darum, was die Nationalheldin alles für den Frieden opferte und warum. Gerade das Warum zu verstehen, fällt vielen schwer. Michelle Yeoh, die sich Monate auf ihre Rolle vorbereitete, erklärt Aung San Suu Kyis Verhalten so: „Als ich das Drehbuch das erste Mal las, konnte ich nicht verstehen, wie eine Frau ihren Mann und die beiden Kinder, die sie offensichtlich sehr liebte, verlassen konnte. Ihr komplettes Leben für ein Land hinten anstellen konnte. Je mehr ich mich aber mit Aung San Suu Kyi beschäftigte, desto besser konnte ich sie verstehen. Sie ist Buddhistin, wie ich auch. Und als Buddhist ist die familiäre Bindung eine andere als in westeuropäischen Ländern. Die Bindung zum Land, zum Volk ist mindestens ebenso groß.“ Luc Besson fügt hinzu: „Einen entscheidenden Faktor spielt auch Aung San Suu Kyis Herkunft. Sie trat in die Fußstapfen ihres Vaters. Sie konnte und wollte ihr Volk nicht enttäuschen.“

Eine der schönsten Szenen im Film ist für Besson das Telefonat zwischen Aung San Suu Kyi und ihrem Mann, als es ihm immer schlechter geht und klar wird, dass er kein Visum für Myanmar bekommen würde, um seine Frau ein letztes Mal zu sehen. „Aung San Suu Kyi wollte kommen, wollte ihm in seiner letzten Zeit beistehen. Doch Michael konnte verstehen, warum sie sich so für ihr Land einsetzte. Er wollte, dass sie dem Land zu einer Demokratie verhalf und den Kampf bis zum Ende weiterführt. Er sagte, dass sie nicht kommen soll. Auch wenn es bedeutete, dass sie sich nie wieder sehen würden.“

Diese Kraft, der Mut und die Stärke sind es, die Michelle Yeoh besonders an Aung San Suu Kyi bewundert. Sie weiß nicht, ob sie selber in einer solchen Situation genauso gehandelt hätte. Ob sie die Kraft gehabt hätte, aber „man weiß nie, zu was man fähig ist, bis man es versucht hat“, sagt Yeoh.

Als während der letzten Drehtage im Herbst 2010 bekannt wurde, dass Aung San Suu Kyis Hausarrest aufgehoben wurde, konnte es das Film-Team kaum glauben. Aber Besson und seine Kollegen waren froh und hoffen, dass nun endlich Frieden in Myanmar einkehrt. Und sich Aung San Suu Kyis stiller Kampf der letzten 20 Jahre - mit all seinen Opfern - gelohnt hat.

Kinostart 'The Lady': 5. April 2012


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Veröffentlicht von
am 03/03/2012
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