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Das bedeuten die Bio-Siegel

Shila Meyer Behjat
von Shila Meyer Behjat Veröffentlicht am 24. März 2010

Bio, grün und 100 Prozent natürlich - Bio-Siegel, wohin man schaut: In den Regalen der Supermärkte nehmen Produkte mit Bio-Siegel immer mehr Platz ein. Selbst Discounter bieten mittlerweile ein breites Sortiment: Vom Bio-Kaffee über Kekse, Aufstrich und Milchprodukte bis hin zu Bio-Fleisch und Fisch.

Für Verbraucher ist es verwirrend und verunsichernd, dass es verschiedene Bio-Siegel gibt: Bio, Demeter, Naturland - ist wirklich überall Bio drin, nur weil Bio draufsteht?

Für alle Lebensmittel gilt zudem: Dort wo Bio/Öko drauf steht, ist auch Bio/Öko drin. Denn diese Begriffe sind gesetzlich durch europäische Öko-Verordnung geschützt.

Die Bio-Siegel sind mehr als nur die Antwort auf einen Lifestyle-Trend. Gekennzeichnete Produkte sollen nachweislich helfen, Natur, Böden und Wasser zu schützen, Biodiversität zu erhalten und die Umwelt zum Teil sogar von der Verschmutzung der vergangenen Jahrzehnte zu heilen. Dem Verbraucher soll ein Bio-Siegel das Versprechen geben: 100 Prozent natürlich, gut für mich und die Umwelt.

Dass es unterschiedliche Bio-Siegel kann dabei verwirrend sein. Wir haben die wichtigsten zusammengestellt:

Das staatliche Bio-Siegel
Das "offizielle" staatliche Bio-Siegel. Alle Produkte, die der EU-Ökoverordnung entsprechen, tragen das grün-schwarze Symbol.

Das bedeutet: Keine Gentechnik, weniger Zusatzstoffe, keine löslichen mineralischen Dünger, keine Pestizide, artgerechte Tierhaltung.


Das Bio-Siegel der Bauern: Demeter
Zusammenschluss von 1400 Bio-Bauern und Landwirtschaftsbetrieben. Sie garantieren für den Anbau von Obst und Gemüse: Keine synthetischen Dünger, keine chemischen Zusatzstoffe, keine synthetischen Mittel und zudem faire Arbeitsbedingungen.

Dafür haben die Landwirte auch gemeinsame Preise festgelegt, die die Höfe im Betrieb halten sollen.


Das strengste Bio-Siegel: Naturland
Das Label mit den strengsten Auflagen, die über die EU-Ökoverordnung hinaus gehen: Weltweit sind 50 000 Bauern damit zertifiziert. Dafür muss der gesamte Betrieb auf Öko-Landbau umgestellt werden, nur teilweise reicht nicht (wie etwa beim Bio-Siegel).

Obst, Gemüse, Fisch un Fleisch müssen den hohen Bio-Standards von Erzeugung bis hin zum Verkauf (zB bei Verpackung und Lagerung) entsprechen.

Neben Lebensmitteln werden mit dem Logo auch Kleidung und Kosmetik zertifiziert. Zudem gibt es strenge Auflagen für die Nutzung von Wald und Wiesen.


Das nachhaltige Bio-Siegel: Bioland
Zusammenschluss von Bauern und Herstellern wie Bäcker oder Metzger. Die rund 6000 Mitglieder verpflichten sich mit diesem Bio-Siegel, besonders auf Nachhaltigkeit und artgerechte Tierhaltung zu achten.

Tiere bekommen lediglich Bio-Futter, gedüngt wird nur mit Mist und Kompost und gegen Schädlinge werden Nützlinge (z.B. Schlupfwespen) oder Neste eingesetzt. .


Das neue Bio-Siegel: EU-Bio-Logo
Ab dem 1. Juli 2010 tragen alle Bio-Produkte, die nach den europäischen Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau hergestellt wurden das gemeinsame EU-Bio-Logo.

So soll es Europa weit für die Verbraucher erkenntlich sein, dass diese Produkte den EU-Bio-Standards entsprechen.

Das deutsche Bio-Siegel kann weiterhin zusätzlich verwendet werden, sagt jedoch das Gleiche aus.


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