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EU Parlament

Mit Baby-Bauch im EU-Parlament © Brantner - EU Parlament
Mit Baby-Bauch im EU-Parlament © Brantner
Im EU Parlament war Mutterschutz IHR großes Thema. Auch auf Väter wollte sie die Richtlinie ausweiten und ihnen EU-weit Vaterschaftsurlaub ermöglichen. Jetzt geht Franziska Brantner, Abgeordnete im EU-Parlament, selbst in Mutterschutz. Davor hat sie sich nochmal mit goFeminin.de unterhalten.

Und der Skandal ist perfekt: Denn für die eigenen Abegordnetinnen hat das europäische keinen Mutterschutz vorgesehen.

Mit gerade einmal 30 Jahren war Franziska Brantner 2009 ins EU-Parlament eingezogen - und galt rasch als eine der frechsten. "Die nimmt kein Blatt vor den Mund!", hieß es über sie. Dafür wurde Franziska Brantner von Journalisten geliebt und von Kollegen gefürchtet.

Für Mutterschutz im EU Parlament gekämpft
Vor allem beim Thema Mutterschutz legte sie stets auf: "Es gibt zwei Entwürfe für eine neue Mutterschutz-Richtlinie. Der eine schließt Väter mit ein. Den anderen können wir sofort vergessen." Hier attackiert sie auch Justizkommissarin Viviane Reding. "Sie bleibt weit hinter dem, was uns vorschwebt.", sagt sie und die Enttäuschung klingt schwer mit.

Die Ironie: Obwohl das EU Parlament das Thema Mutterschutz hoch auf der Agenda hat, ist er für die eigenen Mitglieder nicht vorgesehen. "Es waren Männer in ihren Sechzigern, die damals die Verwaltungsvorschriften machten. Sie dachten an Autos und Renten, aber nicht an Mutterschutz.", sagt Marianna Karlberg vom "European Network of Women".

Trotzdem freut sich Brantner jetzt auf die kleine Auszeit vom EU Parlament: "Ich freue mich riesig auf die Kleine und vor allem die Zeit mit ihr.", sagt sie.

Die schwanger Mutterschutz-Kämpferin  © Franziska Brantner
Die schwanger Mutterschutz-Kämpferin © Franziska Brantner
Elite-Studium, Promotion, Blitzkarriere - und jetzt Mutt
erschutz
"Jeder, der mich kennt, weiß, dass mir Inhalte wichtig sind.", sagt die Politikwissenschaftlerin Brantner über sich selbst. "Ich will, dass die Dinge vorankommen." Deshalb ist sie wohl bereits mit 15 Jahren Mitglied der Grünen geworden. Sie war aktiv, sorgte für ein Kulturzentrum in ihrer Heimat Freiburg - und raste nur so durch ihre Karriere: Brantner studierte an der Columbia Universität in New York und an der renommierten Science Po in Paris, sie arbeitete für die Partei nahe Heinrich-Böll-Stiftung, erhielt dort Hochbegabtenförderung und wurde schließlich auch Stipendiatin der Stiftung des Deutschen Volkes. Sie promovierte im Völkerrecht, arbeitete als Beraterin für die UN-Frauenrechtskommission.

Jetzt der Mutterschutz - wird sie überhaupt still halten können? "Ich werde bestimmt versuchen, mich zurück zu nehmen. Die ersten Wochen will ich ganz abschalten.", sagt sie, fügt dann hinzu: "Und dann freue ich mich auch schon wieder aufs Zurückkommen!"

"Jung, blond, weiblich - das muss eine Praktikantin sein!"
Was sich in dieser Zeit für Frauen politisch ändert, will sie dennoch genau beobachten: "Ich werde bestimmt weiterhin meine Themen verfolgen, wenn auch nicht direkt bearbeiten." Anders als Kommissarin Reding setzt Brantner bei einigen Themen nicht nur auf den guten Willen der Wirtschaft, sondern auf gesetzliche Regelungen: "Dort, wo Frauen bei gleicher Qualifikation und gleicher Arbeit nicht das Gleiche verdienen, muss es Europa weit Klagemöglichkeiten geben und zwar nicht nur für die Einzelne, sondern auch als Gruppe oder Verband."

Nicht vermissen wird Brantner wohl die Frage, für welchen Abgeordneten sie denn arbeite. "Jung, blond, weiblich - das muss eine Praktikantin sein" hätten viele wohl gedacht, wenn sie Dokumente abholte. Als Frau habe sie im EU-Parlament oft gegen "Barrieren und Stereotypen ankämpfen müssen. "Aber das hat sich mit der Zeit geändert.", lacht sie.

Im Mai kommt nun das Baby. Mutterschutz ja, aber nicht ohne den Vater, sagt sie: Denn ab 1.September will Franziska Brantner wieder ihren Stuhl im Parlament einnehmen. Dann geht ihr Partner für zwei Monate in Väterzeit.




smb

  

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Veröffentlicht von Shila Meyer Behjat
am 01/05/2010
Die Lesernote:5/5 
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