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Frauenhaus: Mitarbeiterinnen berichten

  

Mina und Hamila (re.) arbeiten im Frauenhaus Köln und helfen Opfern von häuslicher Gewalt. - Frauenhaus: Mitarbeiterinnen berichten
Mina und Hamila (re.) arbeiten im Frauenhaus Köln und helfen Opfern von häuslicher Gewalt.
„Aus ihren Augen strömt Angst. Sie wissen, wovor sie weglaufen“, sagt Hamila Vasiri. Sie und Mina Rahimzedeh arbeiten im Frauenhaus Köln und blicken täglich in die Gesichter der Opfer von häuslicher Gewalt.

Jährlich fliehen etwa 20.000 Frauen mit ebenso vielen Kindern in eines der 350 Frauenhäuser in Deutschland. Dort treffen die Opfer von psychischer und physischer Gewalt auf Menschen wie Hamila und Mina, die ihnen helfen.

Hamila Vasiri und Mina Rahimzedeh sind Freudinnen und stammen aus dem Iran. Hamila studiert Elektronik, Mina arbeitet als Lehrerin. Sie sind verheiratet, haben Kinder. Schon in ihrer Heimat sind sie politisch aktiv und engagieren sich für die Frauenbewegung, denn sie erleben die Unterdrückung der Frau durch das politische Regime hautnah. „Frauen wurden verhaftet, weil sie keinen Schleier trugen“, sagt die 54jährige Hamila. „Einem jungen Mädchen wurde auf der Straße der Schleier mit einer Nadel an die Stirn gepinnt, sodass sie blutete.“ Erfahrungen wie diese prägen. Ende der 80er Jahre flüchten die Familien nach Deutschland. Die Verhältnisse sind andere, aber „wenn Frauen nicht bewusst etwas bewegen, bleiben sie benachteiligt“, sagt Hamila. „Ob das Land, in dem sie leben, entwickelt ist oder nicht.“

Gewalt kennt keine Landesgrenzen und „Gewalt kennt keine Schichten“, sagt Hamila. Die Frauen haben einen unterschiedlichen gesellschaftlichen und kulturellen Hintergrund. Die Täter auch.

Jede vierte Frau in der Bundesrepublik wird einmal in ihrem Leben Opfer von psychischer, körperlicher oder sexualisierter Gewalt. Einige von ihnen finden Unterschlupf in einem Frauenhaus. Mina arbeitet seit 1995 im Frauenhaus Köln und ist für die Kinderbetreuung zuständig. In ihrer Mutter-Funktion beantwortet sie den Frauen Fragen zu Kindererziehung und hört sich ihre Sorgen an. Die Frauen sind unsicher, haben ihr Selbstbewusstsein fast ganz verloren und trauen sich nicht einmal, Kleinigkeiten zu erledigen. Das übernimmt Hamila. Sie kümmert sich seit 17 Jahren um die Belange der Frauen, regelt Behördengänge und Geldangelegenheiten, hilft, wieder eigene Entscheidungen zu treffen. „Die Frauen denken: Ich bin nichts. Ich kann nichts. Auch wenn sie noch so gebildet sind“, sagt Hamila. Sie müssen erst lernen, sich von der Übermacht ihrer Männer zu befreien.


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Veröffentlicht von Sabrina Frangos
am 04/12/2011
Die Lesernote:4.9/5 
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