Gesellschaft & Politik
Frauenquote in Europa: Wer macht was - und wieso?
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Frauenquote Unternehmen

 

Die Deutsche Telekom führte ihre eigene Frauenquote ein. © Telekom - Frauenquote Unternehmen
Die Deutsche Telekom führte ihre eigene Frauenquote ein. © Telekom
Während Regierungen um Gesetzesvorlagen oder nicht ringen, haben Unternehmen begonnen, sich selbst an die Nase zu greifen und so einer gesetzlichen Vorschrift zuvorzukommen: "Im Arbeitszeugnis der Unternehmen müßte stehen: Sie haben sich stets bemüht.", so zuletzt der Personalvorstand der Deutschen Telekom, Thomas Sattelberger.

Medienwirksam hatte der Konzern im März 2010 die Einführung einer Frauenquote angekündigt: Bis 2015 soll es 30 Prozent Frauen in den Führungspositionen der Telekom weltweit geben.

Zehn Prozent profitabler
Die Bestrebungen gegen den Mangel an Frauen in der Spitze vorzugehen, rühren freilich nicht aus Gutmenschentum: Mit jeder Frau, die auf dem Weg nach oben irgendwann aussteigt, geht jedem Unternehmen wichtiges Firmenwissen, Kontakte und Führungskompetenzen verloren, die nicht zu ersetzen sind.  "Kann es sich unsere Wirtschaft auf Dauer leisten, auf die Hälfte ugres intellektuellen und menschlichen Potenzials zu verzichten? Die Antwort lautet: Natürlich nicht!", so Sattelberger hitzig.

Zudem kann die Förderung von Frauen auch ein Wettbewerbsvorteil werden, nicht nur aus Werbegründen: Groß angelegte und zahlreiche Studien belegen, dass gemischte Teams effizienter und kreativer arbeiten, als rein männliche. Die finnische Untersuchung von Leena Linnainmaa  - mit über 14 000 Unternehmen die größte ihrer Art - ergab gar, dass Frauen an der Spitze oder paritätisch besetzte Führungsteams ein Unternehmen 10 bis zu 20 Prozent profitabler machen.

Gesetzliche Frauenquote: In der Politik ja, in der Wirtschaft nicht
Die Vizepräsidentin der EU Kommission und Justizkommissarin Viviane Reding  beglückwünschte Telekom-Chef René Obermann in einem persönlichen Brief zu der Entscheidung. Man erwartet einen Dominoeffekt bei anderen Unternehmen. Der Vorstoss der Deutschen Telekom kommt der Politik entgegen, befreit sie von der Verpflichtung und dem öffentlichen Druck, selbst tätig zu werden. Wenn die Wirtschaft sich selbst regelt, umso besser.

In Brüssel selbst ist das Thema gesetzliche Frauenquote jedoch kein Thema, und das liegt nicht einmal an der Quote selbst: Für die Politik - etwa in Parlamenten oder auf Wahllisten - einen Frauenanteil vorzuschreiben, ist es ein beliebtes Instrument. "Auch in meiner Partei gelang der Durchbruch erst als wir auf allen Ebenen die Quote durchsetzten.", erinnert sich Reding an ihren eigene Zeit als Abgeordnete.

Frauenquote: "Nicht dafür erwärmen"
So sehr in die Wirtschaft einzugreifen, damit tun sich die meisten innerhalb der Union schwer: "Im Prinzip kann ich mich für die Quote nicht erwärmen.", so Reding. "Wenn es aber zu langsam geht, ist es ist aber manchmal die einzige Möglichkeit."

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Veröffentlicht von Shila Meyer Behjat
am 15/05/2010
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