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Iran - ein Jahr danach
Grüne Revolution im Iran: Die Generation Neda
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Grüne Revolution Neda

 

Generation Neda: Grüne Revolution von Kopf bis Fuß - Grüne Revolution Neda
Generation Neda: Grüne Revolution von Kopf bis Fuß
Sepideh, 29
Politisch wollte ich eigentlich nie sein. Mich interessierten Kunst, Literatur, Musik. Ich war schon immer kreativ und ja, wohl auch schon immer ein Freigeist. Aber damit stößt man im Iran auf Widerstand.

Eigentlich war es nie richtig, wie ich es auch machte. Sie mochten nicht, was ich mache. Immer wieder hieß es, dies oder jenes sei nicht "haram", nicht mit den Lehren des Koran konform und damit verboten. Selbst beim Cello-Spielen wurde mir gesagt, ich sollte mich züchtiger hinsetzen. Ich dachte nur: Man muss dieses Instrument nun einmal zwischen die Beine nehmen, um darauf zu spielen.

Diese ständige Regulierung und Einengung, die ständige Kontrolle und das Misstrauen - irgendwann versucht man, etwas dagegen zu tun. Das ist Selbstschutz, sonst wird man doch verrückt!

Nach dem Musik-Studium schrieb ich mich für Archäologie ein. Aber da ging es noch schlimmer zu. Nicht nur nationalistisch und rassistisch, sondern einfach nur falsche, einseitige Behauptungen. Ich bin fast daran verzweifelt. Immer wieder gibt es eine höhere Gewalt, die dich hin- und herschubst.

Aus meinen gelegentlichen Beschwerden über Behinderung und mangelnde Unterstützung wurden so schließlich politische Statements. Damit wurde es dann für mich zu gefährlich.

Das Erste, was ich in Deutschland tat, war einen Literaturkreis zu gründen. Mit anderen Iranern lasen wir dort all die Bücher, die bei uns zuhause verboten sind. Dann kam der 12. Juni. Und die Bücher müssen jetzt erst einmal warten.

Die Menschen im Iran haben zum ersten Mal gemerkt, dass sie etwas tatsächlich nicht mögen können und mit dem, was ihnen vorgegeben wird, nicht einverstanden sein können. Sie fragen endlich, warum. Warum gibt es keine fairen, demokratischen Wahlen? Warum sind Dreiviertel eines Busses für Männer reserviert, während sich die Frauen im hinteren Drittel zusammenquetschen müssen? Es ist das Beste, was uns passieren konnte.“




  
  

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Veröffentlicht von Shila Meyer Behjat
am 12/06/2010
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