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Das Kleine-Levin-Syndrom
Schlafen wie Dornröschen: Mona M. schlief fast drei Wochen durch

Kleine Levin Syndrom

   

Momentan ist Mona symptomfrei und kann ganz normal ihrem Alltag nachgehen. © privat - Kleine Levin Syndrom
Momentan ist Mona symptomfrei und kann ganz normal ihrem Alltag nachgehen. © privat
Monas Symptome sind typisch für das Kleine-Levin-Syndrom. Die Betroffenen leiden an wiederkehrenden, exzessiven Schlafphasen von bis zu 22 Stunden am Tag. Diese Phasen dauern in der Regel 7 bis 14 Tage und können bis zu zwölfmal im Jahr auftreten. Also einmal im Monat!

Dr. Weeß: "Während der Phase schlafen die Patienten kontinuierlich, während kurzer Wachphasen sind sie in ihrer Persönlichkeit verändert und vor allem stark apathisch. Sie können an Depressionen leiden, sehr aggressiv und hypersexuell sein. Ebenso sind ausgeprägte Fressattacken möglich. Hier essen die Betroffenen auch Dinge, die nicht als Nahrungsmittel gelten."

Häufig kommen Wahrnehmungsstörungen hinzu und Überempfindlichkeit bei Geräuschen, Licht und Gerüchen. Während dieser Phase können die KLS-Betroffenen nicht am Berufs- oder Schulleben teilnehmen, geschweige denn sich ausreichend versorgen. Allerdings: "In beschwerdefreien Phasen sind die Betroffenen in ihrem Denken, Fühlen und Sozialverhalten völlig unauffällig“, so Dr. Weeß.
 
Ob und warum gerade Mona unter der Krankheit leidet, ist ungewiss. Die Forschung steckt noch in den Kinderschuhen. „Es gibt Hinweise, dass es zu Störungen im Stoffwechsel in bestimmten Gehirnregionen kommen kann oder eine Autoimmunerkrankung dem Kleine-Levin-Syndrom zugrunde liegen könnte. Konkrete Auslöser sind häufig fieberhafte Infekte, Alkoholkonsum oder Schlafmangel. Stress und starke körperliche Anstrengungen können auch Auslöser sein“, so Dr. Weeß.

Wichtig ist der Unterschied zur Narkolepsie: Beim Kleine-Levin-Syndrom schlafen die Betroffenen nicht einfach von einer Sekunde auf die nächste ein. Sie werden immer müder, bis sie irgendwann ein unüberwindbares Bedürfnis nach Schlaf haben.
Das Schlimmste an der Krankheit ist aber, dass die Betroffenen ihren Alltag kaum noch bewältigen können und auf die Hilfe anderer angewiesen sind. Diese Erfahrung hat auch Mona gemacht: „Ich bin zwei Wochen vor dem Abitur eingeschlafen und habe jeden Tag gehofft, rechtzeitig wach zu werden, um die Klausuren mitschreiben zu können.“ Sie hat bestanden. Und dafür, dass sie regelmäßig isst, sorgen ihre Eltern. Außerdem versucht Mona potenzielle Auslöser für die Krankheit zu vermeiden: Alkohol, Schlafmangel oder Infekte.
 
Seit über einem Jahr ist Mona symptomfrei und nimmt das Medikament Lithium ein, das die Häufigkeit und Schwere der Schlafphase bei über der Hälfte der Patienten reduziert. Eine komplette Heilung des Kleine-Levin-Syndroms ist allerdings nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnisstand noch nicht möglich. 


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Veröffentlicht von Sabrina Frangos
am 09/10/2011
Die Lesernote:5/5 
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