Kündigungsgründe: Das sollten Sie wissen

 
Kündigungsgründe
Kündigungsgründe


Unerlaubt private Dokumente bei der Arbeit kopieren? Ellenlange Telefonate führen oder über den Chef lästern? Es gibt viele Kündigungsgründe. Das Gute: Fristlose Kündigungen, bei denen wir von einem Tag auf den anderen entlassen werden können, sind selten. Denn Unternehmen, die mehr als zehn Mitarbeiter in Vollzeit beschäftigen, müssen sich an das Kündigungsschutzgesetz halten. Und das besagt, dass ein Mitarbeiter, der mindestens sechs Monate im Unternehmen gearbeitet hat, nur mit einem triftigen Grund gekündigt werden darf.

Das Kündigungsschutzgesetz kennt drei verschiedene Kündigungsgründe: personenbedingte, verhaltensbedingte und betriebsbedingte. Auf die betriebsbedingten Kündigungsgründe haben wir als Arbeitnehmer keinen Einfluss. Denn sie treten in Kraft, wenn es dem Unternehmen wirtschaftlich schlecht geht.

Anders sieht es aus, wenn es um personen- und verhaltensbedingte Kündigungsgründe geht. Personenbedingte Gründe sind beispielsweise, wenn Sie aus dem einen oder anderen Grund nicht mehr in der Lage sind, Ihre Arbeit zu erfüllen. Das kann sein, weil Ihnen Fachkenntnisse fehlen. Auch Krankheit kann einer der Kündigungsgründe sein. Allerdings nicht, wenn Sie mal eine Grippe haben und eine Woche fehlen. Damit Krankheit als Kündigungsgrund rechtskräftig wird, müssen Sie über längere Zeit schwerwiegend krank sein, sodass Ihr Fehlen zu erheblichen Störungen im Betriebsablauf führt. Schwangerschaft ist ebenfalls kein Grund, der zur Kündigung führen darf.

Die häufigsten Kündigungsgründe sind verhaltensbedingt. Heißt im Klartext: Ihr Verhalten gegenüber dem Unternehmen lässt zu wünschen übrig. Dafür gibt es jede Menge Beispiele. Der Extremfall: Eine Supermarkt-Kassiererin wurde entlassen, weil sie einen Pfandbon im Wert von 1,30 Euro unterschlagen hatte.

Ganz so leicht hat es der Arbeitgeber aber nicht. Auch hier schützt uns das Gesetz. Eine fristlose Kündigung ist in den meisten Fällen nicht möglich. Dafür müssten Sie sich schon einen großen Vertrauensbruch geleistet haben, wie beispielsweise die Veruntreuung von Geld oder die Weitergabe vertraulicher Firmeninterna. In der Regel muss Sie Ihr Chef mindestens einmal in schriftlicher Form abmahnen, wenn es um verhaltensbedingte Kündigungsgründe geht.

Die am weitesten verbreiteten verhaltensbedingten Kündigungsgründe stellen wir Ihnen auf den nächsten Seiten vor. Und decken dabei den ein oder anderen Irrglauben auf, den wir als Arbeitnehmer haben. Oder hätten Sie gewusst, dass das private Surfen im Internet automatisch verboten ist, wenn es im Arbeitsvertrag nicht ausdrücklich erlaubt wurde?

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Hier finden Sie die häufigsten Kündigungsgründe



db  

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Veröffentlicht von
am 10/07/2012
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