Frauen in Führungspositionen: Ehrgeizig wie Männer
Laura Liswood: die Goldman-Sachs Managerin im Interview

Frauen in führungspositionen & goldman sachs

   

Goldman Sachs Managerin Liswood fordert mehr Humor bei Frauen © Laura Liswood - Frauen in führungspositionen & goldman sachs
Goldman Sachs Managerin Liswood fordert mehr Humor bei Frauen © Laura Liswood
Meinen Sie, dass Männer es Frauen schwer machen?
Nein, ich glaube nicht bewusst. Wie jedes menschliche Wesen fühlen sich Männer mit ihresgleichen am wohlsten. Es würde sehr helfen, wenn mehr Männer sich dieser Dynamik bewusst würden. Interessant ist, dass die Männer, die Töchter haben, anders denken. Sie wollen, dass ihre Tochter vorankommt und gefördert wird und übertragen das häufig auch auf ihre Beziehungen am eigenen Arbeitsplatz.

Und wie behindern sich Frauen vielleicht auch selbst?
Vor allem brauchen wir mehr Humor, und ein wenig mehr Abgebrühtheit. Wir haben viel zu große Angst vor Niederlagen oder vor Bewertung durch andere. Ich sehne mich nach dem Tag, an dem es eine amerikanische Präsidentin gibt, eine Frau, die aufsteht und sagt: „Ich habe eine Vision und ich will dieses Land führen!“ Ich frage mich oft, was es dafür braucht.

Und? Was meinen Sie?
Mit Sicherheit viel Frauen in Führungspositionen. Eine Frau an der Spitze muß etwas viel Natürlicheres, Gewöhnlicheres werden. Ein Beispiel: Die erste Präsidentin von Island, Vigdís Finnbogadóttir war 16 Jahre im Amt. Nach etwa acht Jahren dachten Kinder in Island, dass nur Frauen Präsidentinnen sein können.

Was halten Sie denn von Quoten für Frauen?
Ich wäre dafür, wenn ich nicht wüßte, dass die Mehrheit der Bevölkerung total dagegen ist. Das ist schwer. Wir müssen abwarten, dass die Länder, die diesen Weg gegangen sind - Norwegen etwa mit der Quote für Aufsichtsräte - Ergebnisse vorlegen, die uns alle überzeugen.

Was entgeht uns als Gesellschaft, wenn wir Frauen nicht mehr fördern?
Zunächst einmal - und das ist das stärkste Argument - wie kann eine Gesellschaft von sich sagen, dass sie ihr volles Potential ausnutzt, wenn die Hälfte der Bevölkerung unbeteiligt bleibt? Wir brauchen neue Wege, neue Gedanken, um die Probleme zu lösen. Ein Unternehmen braucht kreative Ideen, eine neue Perspektive. Und dann ist es natürlich so, dass meistens dort, wo Frauen diskriminiert werden, auch andere Gruppen benachteiligt sind. Aber wir brauchen gleichberechtigte, sichere Arbeitsplätze.

Laura Liswood ist Diversity-Managerin bei Goldman Sachs. Zudem hat sie den "Council of Women World Leaders" gegründet, dem auch Angela Merkel angehört. Ihre Erfahrungen mit Frauen in Führungspositionen hat Laura Liswood in  "The loudest duck" als Buch festgehalten.

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Veröffentlicht von Shila Meyer Behjat
am 24/03/2010
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