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Milchaufschäumer-Test 2017: Welcher Schaumkünstler ist der Beste?

Christina Cascino
von Christina Cascino Veröffentlicht am 31. August 2017

Cremig und luftig-locker soll er sein: Der perfekte Milchschaum für Cappuccino und Latte Macchiato. Wir haben fünf Milchaufschäumer unterschiedlicher Funktionsweise getestet.

Schwarzer Filterkaffee war gestern, wir trinken viel lieber Cappuccino, Latte Macchiato, Caffè Latte und Co.! Wer in Zeiten des "Java Chip Chocolate Cream Frappuccino" auch zu Hause nicht auf leckeren Cappuccino-Genuss verzichten möchte, der braucht nicht nur den richtigen Kaffee, sondern vor allem einen guten Milchaufschäumer, der für die unverzichtbare Schaumkrone sorgt.

Mit welchem Aufschäumer der Kaffee zum wahren Milch-Genuss wird? Wir haben fünf Geräte für euch getestet – vom günstigen Stabquirl bis hin zum Hightech-Induktionsmodell. Unser Testsieger: Der Milchaufschäumer von Severin!

Der perfekte Milchschaum

Weich, oben glatt wie eine geschlossene Schneedecke und ein cremiger Geschmack, fast wie Sahne – so sieht der perfekte Milchschaum aus. Der luftig-lockere Geschmack des Milchschaums macht jeden Cappuccino oder Latte Macchiato erst zu dem unverwechselbaren Kaffeegetränk. Mit einem Milchaufschäumer könnt ihr euch diesen Genussmoment nach Hause holen und euer Lieblingsgetränk auf dem heimischen Sofa genießen.


Übrigens: Mit Vollmilch (3,5 bis 3,8 Prozent Fett) bekommt ihr einen besonders cremigen, weichen und feinen Milchschaum. Bei fettarmer Milch (1,5 Prozent) wird der Schaum eher fest und stabil. Die Milch lässt sich zudem besser schäumen, je mehr Eiweiß sie besitzt. Ideal sind etwa 3,4 Gramm pro 100 Milliliter.

Milchaufschäumer: Worauf kommt es wirklich an?

Mit einem Milchaufschäumer verwandelt ihr warme oder kalte Milch in cremigen Schaum. Wie das funktioniert? Der Milch wird mit Hilfe der Schaumgeräte einfach Luft unterschlagen. Doch Milchaufschäumer ist nicht gleich Milchaufschäumer, die Funktionsweise der verschiedenen Geräte unterscheidet sich enorm. So gibt es batteriebetriebene und manuelle, aber auch elektrische Modelle und sogar Aufschäumer mit Induktionstechnik.

Welcher Milchaufschäumer am geeignetsten ist, kommt immer auf die eigenen Vorlieben an. Neben dem Schaumergebnis ist vor allem die Frage nach der Menge des benötigten Schaums wichtig, denn das Fassungsvermögen unterscheidet sich von Modell zu Modell. Einige Behälter können nur 120 Milliliter Milch aufnehmen und eignen sich daher super für einen kleinen Single-Haushalt, andere Aufschäumer bringen es auf bis zu einen Liter, sodass man eine ganze Großfamilie beglücken kann.

Auch die Reinigung stellt ein wichtiges Kriterium dar. Lassen sich die einzelnen Teile abnehmen? Sind Behälter und Deckel spülmaschinenfest? Noch besser: Eine Antihaftbeschichtung, die die Reinigung der Geräte enorm erleichtert.

Batteriebetrieben, manuell oder elektrisch?

Batteriebetriebene Stab-Aufschäumer sind besonders preiswert, leicht zu reinigen und platzsparend. Der Quirl wird dabei einfach in die Milch gehalten und schon wird die Flüssigkeit aufgeschäumt. Allerdings ist im Lieferumfang meist kein Behälter zum Aufschäumen enthalten und auch die Batterien müssen regelmäßig gewechselt werden. Etwas anstrengender wird es dagegen mit einem manuellen Milchaufschäumer, bei dem durch händisches Auf- und Abbewegen eines Siebes Luft in die Milch hineingeschäumt wird.

Elektrische Milchaufschäumer schäumen die Milch für den Kaffee nicht nur, sondern können sie auch direkt erwärmen. Ganz besonders sind hier Induktions-Milchschäumer, die eine gleichmäßige Wärmeverteilung sicherstellen und ein Anbrennen verhindern. Allerdings kosten elektrische Geräte oftmals deutlich mehr, zudem verbrauchen sie Strom und das manchmal auch im Standby-Modus.

Wir haben getestet: 5 Milchaufschäumer im Test

Mit dem richtigen Milchaufschäumer könnt ihr euch ganz einfach einen leckeren Milchkaffee, Cappuccino oder Latte zaubern. Wir haben fünf unterschiedliche Geräte getestet – von günstig bis teuer, von manuell bis elektrisch, von Stab-Modellen bis Stand-Aufschäumer. Welcher Milchaufschäumer den besten Schaum kreiert – das verraten wir euch hier. Hier kommt unser großer Milchaufschäumer-Test 2017:

Platz 1: Milchaufschäumer SM 9684 von Severin

Der elektrische Milchaufschäumer von Severin ist mit rund 70 Euro das teuerste Gerät im Test. Der Aufschäumer funktioniert mit der Induktionstechnik: Heizung und Edelstahlbehälter sind getrennt, ein elektromagnetisches Feld erhitzt die Milch im Topf, ohne dabei anzubrennen.

Kaltschäumen oder Erhitzen ohne Aufschäumen ist ebenso möglich, dazu muss lediglich der Quirl ausgewechselt werden. Das Gerät eignet sich zudem für Kakao, Kaffeespezialitäten oder andere Heißgeräte.

Die wichtigsten Funktionen auf einen Blick:

  • Induktionsverfahren
  • 2 verschiedene Aufsätze für kaltes und warmes Aufschäumen
  • Abnehmbarer und spülmaschinengeeigneter Edelstahl-Milchbehälter
  • Kaltes und warmes Aufschäumen
  • Füllmenge: Aufschäumen max. 260 ml, Erwärmen max. 500 ml
  • Antihaftbeschichtung
  • Automatische Abschaltung

Unser Fazit: Top Schaum, einfach zu reinigen, leistungsstark. Aber teuer!

Uns gefällt an dem Milchaufschäumer von Severin besonders die kinderleichte Bedienung und die wenigen Einzelteile, aus denen das Gerät besteht: Man muss lediglich den entsprechenden Quirl einsetzen, die Milch in das Behältnis einfüllen, Deckel schließen, Knopf drücken, fertig! Alles Weitere macht der Milchaufschäumer von ganz alleine. In wenigen Minuten verwandelt er warme oder kalte Milch in sehr schönen glatten, relativ festen Schaum. Dieser hält sich eine ganze Weile, ohne sich zu verflüssigen. Wirklich praktisch: Mit der kleinen Kanne kann der Milchschaum direkt auf den Cappuccino gegeben werden. Zur Reinigung den Behälter einfach in die Spülmaschine geben.

Da der Milchaufschäumer recht groß ist und viel Platz auf der Küchenzeile einnimmt und sich zudem die Temperatur nicht regeln lässt, gibt es zwei kleine Abstriche von uns. Dennoch ist der SM 9684 unser klarer Testsieger. Warum? Wir lieben die einfache Bedienung und die vielen Features und nehmen in diesem Fall auch gerne den etwas teureren Preis in Kauf!

Schaumqualität: 5/5
Bedienung: 4/5
Reinigung: 5/5

Platz 2: Stab-Milchaufschäumer von Sedhoom

Der batteriebetriebene Stab-Milchaufschäumer von der Marke Sedhoom kommt mit zwei verschiedenen Aufsätzen daher: Der einfache Quirl eignet sich, um eine kleine Menge Milch aufzuschäumen, während der doppelte Milchaufschäumquirl für eine große Tasse Milch gedacht ist.

Der Hand-Milchaufschäumer ist sehr klein, kann überall verstaut oder einfach transportiert werden. Wer allerdings warme Milch möchte, muss sie separat aufwärmen. Die beiden Quirle lassen sich abnehmen und einfach reinigen.

Die wichtigsten Funktionen auf einen Blick:

  • 2 Quirle
  • Stromunabhängig durch Batteriebetrieb
  • Abnehmbare Aufsätze zum einfachen Reinigen

Unser Fazit: Viel Power für perfekten Milchschaum in wenigen Sekunden

Der Milchschäumer von Sedhoom ist angenehm handlich und kompakt. Das macht ihn zu einem super Begleiter fürs Büro. Der Aufschäumer hat deutlich mehr Power als die gängigen Alternativen. Hier kann vor lauter Schwung schon mal etwas daneben gehen. Achtet darauf, dass der Quirl richtig mit dem Antriebsgerät verbunden ist, sonst läuft er unrund und es gibt eine Riesensauerei in der Küche.

Nach circa 30 Sekunden hat man sowohl mit dem einfachen als auch mit dem doppeltem Quirl einen schönen festen Milchschaum. Ob die Quirlaufsätze in die Spülmaschine dürfen, geht aus der Anleitung nicht hervor, daher möchten wir das auch nicht empfehlen, also einfach unter den laufenden Wasserstrahl halten.

Leider sind die Batterien nicht im Lieferumfang enthalten. Zudem muss die Milch, falls gewünscht, separat vor dem Aufschäumen erhitzt werden. Dennoch ist der Stab unser Platz 2, denn er ist eine platzsparende UND günstige Alternative, die auf jeden Fall mit größeren Modellen mithalten kann.

Schaumqualität: 5/5
Bedienung: 3/5
Reinigung: 5/5

Platz 3: Milchaufschäumer Cremio von Melitta

Unser nächstes Test-Objekt und Platz 3: Der Milchaufschäumer Cremio der Marke Melitta. Dieser kommt mit einer Menge Funktionen und drei verschiedenen Aufsätzen daher. Mit dem Cappuccino-Aufsatz wird die Milch komplett aufgeschäumt, sodass der Anteil an flüssiger Milch minimal ist, während mit dem Latte Macchiato-Aufsatz der Anteil an flüssiger Milch höher ist. Der Aufsatz für warme Milch (Rühreinsatz ohne Spiralring) erwärmt die Flüssigkeit, ohne sie dabei aufzuschäumen.

Erwärmen könnt ihr per roter Bedientaste bis zu 400 Milliliter Milch, während zum Aufschäumen (blaue Taste) höchstens 200 Milliliter Milch benutzt werden dürfen. Ist die Temperatur erreicht, schaltet sich der Milchaufschäumer automatisch ab, dies passiert auch, wenn keine oder zu wenig Milch eingefüllt wurde.

Die wichtigsten Funktionen auf einen Blick:

  • 3 verschiedene Aufsätze
  • Warme und kalte Zubereitung
  • Milchkanne kabellos
  • Antihaftbeschichtung
  • Automatische Abschaltung und Überhitzungsschutz
  • Fassungsvermögen von 200 ml (Milchschaum) und 400 ml (warme Milch)

Unser Fazit: Nach ein paar kleinen Anlaufschwierigkeiten ein sehr guter Milchaufschäumer

Auf den ersten Blick macht der Milchaufschäumer von Melitta einen guten Eindruck. Doch obwohl wir uns an die Bedienungsanleitung hielten, sprang das Gerät nicht an und zeigte uns eine Fehlermeldung. Diese tauchte im Handbuch aber gar nicht auf! Der Rührstab klemmte und musste einmal händisch gelöst werden, was an sich kein großes Problem war. Danach war die Bedienung super einfach: Man wählt einfach per Knopfdruck zwischen zwei Funktionen: Warmer, geschäumter Milch oder kalter, geschäumter Milch.

Relativ schnell und ohne großen Lärmpegel erhalten wir einen wirklich schönen, festen Milchschaum. Bei der Funktion für heißen Milchschaum könnte die Milch allerdings noch etwas wärmer sein – gefühlt ist sie am Ende nur lauwarm. Nach der Benutzung kann das Gerät super easy unter warmem Wasser ausgespült werden. Kleines Minus: Der Aufschäumer darf nicht in die Spülmaschine gegeben werden.

Aufgrund anfänglicher Schwierigkeiten leider nur Platz 3!

Schaumqualität: 4/5
Bedienung: 3/5
Reinigung: 5/5

Platz 4: Milchaufschäumer "Milchicopter" von Xavax

Der batteriebetriebene Milchaufschäumer von Xavax ist mit gerade einmal sechs Euro das günstigste Modell im Test. Er wirbt mit einen leistungsstarken Motor und einer Spezialspirale, die die Milch schön aufschäumen soll. Zudem können mit dem "Milchicopter" auch Milchshakes, Cocktails und Dressings zubereitet werden.

Die Bedienung ist sehr einfach: Einfach Milch in einen Behälter einfüllen und der Stab beginnt mit dem Aufschäumen. Erwärmen muss man die Milch allerdings separat.

Die wichtigsten Funktionen auf einen Blick:

  • Extra starker Motor
  • Spezialspirale
  • Soft-Touch-Oberfläche
  • Stromunabhängig durch Batteriebetrieb

Unser Fazit: Platzsparende Alternative für wenig Geld

Der Milchaufschäumer-Stab lässt sich einfach bedienen: Startknopf leicht nach oben schieben, los geht's! Klappt auch problemlos mit einer Hand. Zusätzlich zur Rotation durch den Drehkopf sollte man den Stab mit der Hand sanft nach oben und unten bewegen, sodass die gesamte Milchmasse aufgeschäumt wird. Vorsicht: Das Behältnis sollte unbedingt doppelt so hoch sein wie die benutzte Milchmenge. Ansonsten spritzt die Milch aus dem Behälter. Spritzer gibt es zudem, wenn ihr den laufenden Milchaufschäumer aus der Flüssigkeit herauszieht.

Der Milchschaum kann sich wirklich sehen lassen: Fluffiger und glatter Schaum in weniger als einer Minute. Mit warmer Milch wird der Schaum sogar noch besser! Super: Der Schaum hält sich eine ganze Weile, ohne einzufallen. Für die Reinigung genügt es, den Drehkopf und den Stiel unter fließendem Wasser abzuspülen.

Kleines Manko: Für einen schönen Milchschaum muss man ein wenig mithelfen und den Stab hin und her bewegen. Zudem sind im Lieferumfang keine Batterien enthalten und die Milch muss separat erwärmt werden, was zusätzlich Zeit kostet.

Schaumqualität: 5/5
Bedienung: 3/5
Reinigung: 4/5

Platz 5: Milchaufschäumer Latteo von Bodum

Der manuelle Milchaufschäumer "Latteo" von Bodum im French Press-Look besteht aus geschmacksneutralem Borosilikatglas und funktioniert anders als batteriebetriebene Quirl-Schäumer mit Muskelkraft. Maximal 250 Milliliter Milch werden in das Glasgefäß gegeben. Bei Wunsch kann die Milch im Glas in der Mikrowelle oder auf dem Herd erhitzt werden. Zum Aufschäumen dient ein Sieb, das an einem Stab befestigt ist und schnell auf und ab bewegt wird, wodurch ein feiner Milchschaum entsteht. Zum Säubern kann der Milchaufschäumer einfach in die Spülmaschine gegeben werden.

Die wichtigsten Funktionen auf einen Blick:

  • Borosilikatglas
  • Spülmaschinengeeignet
  • Füllmenge maximal 250 ml
  • Stromunabhängig

Unser Fazit: Milchschaum mit Muskelkraft

Der Bodum-Milchaufschäumer überzeugt zunächst mit einem schicken Design. Die Milch konnte schnell und einfach im Glasbehälter in der Mikrowelle erhitzt werden. Danach kommt der sportliche Teil: Man muss mit Auf- und Abbewegungen des Stabs die Milch zum Schäumen bringen. Das ist sehr mühselig, zudem schwappt die Milch ordentlich im Glas herum und quillt durch die Ritzen des Deckels, wenn man nicht aufpasst. Wir haben uns gefragt, wie aus dieser Sauerei jemals Milchschaum entstehen soll. Doch nach einigen Minuten hat sich das Volumen verdoppelt und die Milch hat sich tatsächlich zu Schaum entwickelt.

Der Schaum ist schön locker und cremig. Dennoch ist der Milchaufschäumer von Bodum auf dem letzten Platz gelandet, denn der manuelle Aufwand war uns doch ein wenig zu viel und wir greifen lieber zu den bequemeren Alternativen!

Schaumqualität: 4/5
Bedienung: 1/5
Reinigung: 5/5

Und welchen soll ich nun kaufen?

Das hängt ganz von euren Wünschen ab. Der Milchschaum überzeugte uns bei allen fünf Geräten und auch die Reinigung ist bei allen Modellen wirklich easy. Wer sich wirklich leidenschaftlich gerne einen guten Kaffee oder andere Heißgetränke zu Hause machen und auf Hightech nicht verzichten möchte, für den ist der Severin-Milchaufschäumer super.

Wer für ein großes Gerät schlichtweg keinen Platz in der Küche hat, ist mit den günstigen Stab-Aufschäumern sehr gut bedient. Wobei hier das Modell von Sedhoom aufgrund der guten Power und den unterschiedlichen Aufsätzen mehr überzeugte. Für Kaffeetrinker, die den manuellen Aufwand nicht scheuen, ist der Latteo eine günstige Möglichkeit für leckeren Milchschaum.

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