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Nur nicht den Faden verlieren! Meine ersten Versuche an der Nähmaschine

Julia Windhövel Veröffentlicht von Julia Windhövel
Veröffentlicht am 9. Januar 2014

Beim Tradtionsunternehmen Prym können alle, die noch nie an einer Nähmaschine gesessen haben, nähen lernen. gofeminin-Redakteurin Julia hat sich nach Stolberg bei Aachen aufgemacht, um an einem Schnupperkurs für Anfänger teilzunehmen. Zwischen vollautomatisierten Krokodilen und schlangenförmigen Nähten hat sie versucht, einen Loop-Schal herzustellen. Ob ihr das gelungen ist?



Stück für Stück gleitet der Stoff über die Platte. Das Füßchen hebt und senkt sich, die Nadel sticht im immer gleichen Rhythmus den bunt schillernden Faden ins weiße Gewebe. Naja - im fast immer gleichen Rhythmus, denn so ganz will mir mein Fuß auf dem Pedal unter dem Tisch noch nicht gehorchen. Ich bin an der Nähmaschine eine blutige Anfängerin. Und genau aus diesem Grund sitze ich in einem Näh-Schnupperkurs der "Prym Akademie" in Stolberg bei Aachen und versuche, nicht den Faden zu verlieren.

Die Näh-Akademie von Prym in Stolberg bei Aachen © Julia Windhövel Meine Oma konnte nähen, meine Mutter kann es auch, nur ich habe mich bis heute nie dafür interessiert. Eigentlich seltsam, denn als Kind habe ich es geliebt, stundenlang in der Küche zu sitzen und mir immer neue Schnitte und Muster für Kleider und Röcke meiner Puppen auszudenken. Auf die Idee, meine Leidenschaft an der Nähmaschine umzusetzen, bin ich allerdings nie gekommen. Dafür mussten erst 20 Jahre vergehen, in denen Stricken und Nähen unter jungen Leuten plötzlich wieder zum Trend wurde - und in denen ich eine Kollegin für ihre selbstgenähten Karnevalskostüme beneidet habe.

Ob Sie das wohl alles selbst genäht hat?
Elke kann all das, was ich nun endlich lernen möchte. Elke ist meine Lehrerin an der Nähmaschine und ein absoluter Näh-Profi. Ihre Oma konnte selbstverständlich nähen, ihre Mutter und sogar ihre Tochter kann es. Und ja, natürlich hat sie die Sachen, die sie heute trägt, selbst genäht.

Das will ich auch können! Wie toll es wäre, eines Tages meine Kleidung ebenfalls selbst zu schneidern! Dass ich davon noch meilenweit entfernt bin, wird mir klar, als ich nach Elkes Anweisungen Nähmaschine und Faden vorbereiten soll. Aufspulen, abschneiden, einlegen, dann den Faden von unten nach oben, von rechts nach links, wieder nach oben, nach unten, an der Kante vorbei - wie war das nochmal?

Die riesige Stoffauswahl bei Prym © Julia Windhövel Mit dem Fadenende in der Hand blicke ich mich nach meiner Lehrerin um, die zum Glück gleich zur Stelle ist. Keine drei Sekunden später ist der Faden durch das Nadelöhr gefädelt und es kann losgehen. Dass auf der Nähmaschine Zahlen vor meiner Nase aufgedruckt sind, die genau angeben, wo der Faden entlanggelegt werden muss, fällt mir erst später auf. Unangenehm, aber das hat hoffentlich keiner bemerkt - außer Elke natürlich. Die steht auch dann noch hinter mir, als ich auf dem weißen Stoff meine ersten Stiche nähe. Ich muss mich konzentrieren, um gleichzeitig das Fußpedal zu bedienen und den Stoff Stück für Stück nach vorne zu schieben.

Die buntschillernde Naht ist zwar nicht wirklich gerade - aber was soll's. Ich finde meine erste Naht trotzdem schön! Richtig begeistert bin ich, als Elke uns erklärt, was all die anderen Knöpfe und Funktionen an unseren Nähmaschinen können. Man kann damit vollautomatisiert Knopflöcher und - das gefällt mir besonders gut - Muster wie zum Beispiel kleine Krokodile oder Herzen nähen.

Automatisch ist geschummelt!
Da vollautomatisiert in meinen Augen aber irgendwie geschummelt ist, freue ich mich, dass wir heute selbst einen Loop-Schal nähen werden. Dafür müssen wir zunächst aus dem tollen Stoffsortiment bei Prym unser Material auswählen, dieses zurechtschneiden lassen und anschließend mit einfachen, gerade Nähten zusammennähen. Zwischendurch wird mit einem Bügeleisen geglättet, Stoff gewendet und durch ein Loch gestülpt - wobei ich das Loch natürlich prompt vergesse. Zum Glück ist Elke nicht nur eine gute Näherin, sondern auch eine gute Naht-Auftrennerin, und so halte ich wenig später mein erstes selbstgenähtes Kleidungsstück in den Händen. Ein tolles Gefühl!

Ich würde am liebsten direkt weitermachen, doch der Kurs ist leider zu Ende. Das viel größere Problem: Ich besitze keine Nähmaschine. Aber: Ich habe bald Geburtstag. Da rufe ich doch mal meine Mutter an und komme ganz unauffällig auf das Thema 'Familientraditionen' zu sprechen. Denn was Oma konnte und Mama kann, das möchte auch ich irgendwann weitergeben können!

Wir danken der Firma Prym.
Weitere Informationen zu Prym finden Sie auf der Website:

Dort erfahren Sie auch, wann weitere Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene stattfinden.

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