Friedensaktivistin niedergeschossen

Malala hat ihren Einsatz für Mädchenrechte und Bildung fast mit dem Leben bezahlt © SIPA - Friedensaktivistin niedergeschossen
Malala hat ihren Einsatz für Mädchenrechte und Bildung fast mit dem Leben bezahlt © SIPA
Unbekannte Bewaffnete haben in Pakistan die 14-jährige Menschenrechtlerin Malala Yousafzai auf ihrem Schulweg niedergeschossen. Das Mädchen wurde dabei in Hals und Kopf getroffen und schwer verletzt. Eine weitere Mitschülerin wurde ebenfalls durch Schüsse verletzt.

Malala Yousufzai gilt als Kämpferin für Mädchenrechte und Bildung sowie als Gegnerin der Taliban. Erst im vergangenen Dezember wurde sie vom damaligen pakistanischen Regierungschef Yousaf Raza Gilani für ihr Engagement mit dem ersten nationalen Friedenspreis ausgezeichnet. Seither galt sie als eine Berühmtheit.

'Focus.de' berichtet Aussagen von Augenzeugen, nach denen zwei Uniformierte an den Schulbus Malalas herangetreten seien und auf sie geschossen hatten, bevor sie entkommen konnten. Wie verschiedene Nachrichtenagenturen berichten, wurden die Opfer in das nahegelegene Krankenhaus in Saidu Sharif gebracht. Nach einer Notoperation seien die Kinder mittlerweile außer Lebensgefahr.

Das Swat-Tal, in dem Malala lebt, wurde bis 2009 von den Taliban beherrscht. Schon als Neunjährige bekam Malala den Terror mit. Die Extremisten schlossen damals Läden, stellten Schulverbote für Mädchen und Musikverbote auf und richteten öffentlich Menschen hin, die ihren Regeln zuwiderhandelten.

Malala begann mehr und mehr, sich für die Rechte von Mädchen zu engagieren und trat bei Veranstaltungen auf. Sogar ein Verhüllungsverbot verweigerte sie und ging nach wie vor zur Schule. Später schrieb sie in einem Blog für BBC eine Art Tagebuch über den Zustand vor Ort und stand stellvertretend für alle unterdrückten Mädchen. Schließlich wurde sie sogar zur Sprecherin des Kinderparlaments gewählt, das sich für die Rechte von Kindern einsetzt.

Ein Hubschrauber bringt das schwer verletzte Mädchen ins nahegelegene Krankenhaus© SIPA
Ein Hubschrauber bringt das schwer verletzte Mädchen ins nahegelegene Krankenhaus© SIPA
2009 wurden die Taliban offiziell von einer Militär-Offensive seitens Pakistan vertrieben. Doch Malala stand schon lange auf der Todesliste der radikalislamischen Taliban und wurde immer wieder bedroht. Ein Sprecher der Extremisten hatte laut 'focus.de' Anfang des Jahres die Beweggründe erklärt: "Weil sie im Interesse des Westens agiert und sich für eine säkulare Herrschaft einsetzt."

In einem Statement sagte Pakistans Premierminister Raja Pervaiz Ashraf zu den Ereignissen: "Wir müssen die Denkweise bekämpfen, die damit zusammenhängt. Wir müssen sie verurteilen. Malala ist wie meine Tochter. Wenn diese Geisteshaltung sich durchsetzt, wessen Tochter soll dann noch sicher sein?"




sfo

  

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Veröffentlicht von
am 09/10/2012
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