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Überfischung: Darf ich Sushi überhaupt noch essen?

Shila Meyer Behjat Veröffentlicht von Shila Meyer Behjat
Veröffentlicht am 10. Januar 2011

Überfischung: Die Meere unseres Planeten werden gnadenlos geplündert, alles, was an Fischen und Meerestieren zu finden ist, wird mittlerweile eingefangen.

Überfischung bedeutet, dass zuviel gefischt wird, so viel, dass sich die Natur von selbst nicht mehr regenerieren kann und Fischarten vom Aussterben bedroht sind. Auf Zuchtfarms wird der Nachschub mittlerweile im Akkord herangezüchtet.

Die Überfischung aufgrund unseres schier unstillbaren Hungers auf Fisch scheint die Natur aus dem Gleichgewicht zu bringen. Nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO gelten 77 Prozent der wirtschaftlich wichtigen Fischbestände als überfischt, erschöpft oder bis an die Grenze genutzt.

Überfischung: Darf man überhaupt noch Sushi essen?
Kaum ein Essen steht mehr für Fisch als Sushi: Lachs, Aal, Thunfisch, Schwertfisch, Makrele... Sushi lebt vom Leben aus dem Meer! Ist das Trendgericht damit auch für die Überfischung verantwortlich?

Experten meinen: Ja! Zumindest zum Teil hat die weltweit anhaltende Lust auf Sushi - und das immer und zu jeder Jahreszeit - die Überfischung noch verschärft.

uberfischung Welchen Fisch darf ich noch essen?
Thilo Maack von Greenpeace Deutschland: "Unser Rat ist: Vor allem Finger weg vom Thunfisch. Der Rote Thun ist wirklich kurz davor, ausgerottet zu sein."

Andere Fischarten wie Lachs oder Makrele können weiterhin gegessen werden, auch im Sushi. Karpfen, Pangasius und Forelle sind ebenfalls in Ordnung.


Überfischung: Was gilt für den Einkauf im Supermarkt?
Wer beim Einkauf im Supermarkt auch darauf achten will, dass keine Fischsorten in die Tüte kommen, die überfischt sind, sollte sich gut informieren. Zunächst rät Experte Maack, auf das Siegel der MSC (Marine Stewardship Council) zu achten, ein Siegel für nachhaltige, die Bestände schonende Fischerei.

"Aber das allein genügt leider nicht", so Maack. Denn das Siegel bekommen Fischereibetriebe, sobald sie sich selbst dazu verpflichten, nachhaltig zu fischen. Allein das Versprechen reicht. "Das ist, als würde ich mir vornehmen abzunehmen und nur deshalb als dünn erklärt werden."

Die Umweltorganisation bringt jedes Jahr den Fisch-Einkaufsratgeber heraus. Hier sind alle Fischarten aufgeführt, die noch ohne schlechtes Gewissen gekauft und gegessen werden können. Damit ist man gut gerüstet - und denkt hoffentlich beim nächsten Mal im Sushi-Restaurant zweimal nach.

Den Einkaufsratgeber gibt es als interaktive Animation unter: www.greenpeace.de/themen/meere/fischerei/

Mehr zum Siegel der MSC unter: www.msc.org

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> Was ist eigentlich Fairtrade?
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Das bedeuten die Bio-Siegel
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Bio-Rezepte für eine ausgewogene Ernährung

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