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Europaweite Notrufnummer für
Vermisste Kinder in Deutschland

116 000

   

Notruf 116 000: Die EU will eine Nummer für Europa - 116 000
Notruf 116 000: Die EU will eine Nummer für Europa
Die Lösung der EU Kommission lautet: 116 000, eine europaweite Notrufnummer für vermisste Kinder. Die Idee: Wo und wann auch immer in Europa die 116 000 gewählt wird, sie ist immer erreichbar und auch immer in der Landessprache des Anrufers. Und: Sie leistet alles, vom Kontakt zur Polizei über psychische Betreuung und Vernetzung mit anderen Eltern. Jetzt, am 16. November 2010, weihte Justizkommissarin Viviane Reding die 116 000 feierlich ein.

Ein gut gemeinter Ansatz, aber in der Umsetzung hakt es. Denn auch wenn die Idee aus Brüssel kommt: für die Einrichtung der Nummer sind die Ländern selbst zuständig. Und: Bisher müssen sie die Nummer 116 000 nur reservieren. Das heißt noch lange nicht, dass sie auch funktionert. So gibt es sie bisher überhaupt nur in 13 Staaten - 13 von 27. Auch Deutschland macht nicht mit. Wer in Deutschland die 116 000 wählt, erhält die Nachricht: "Dienst nicht möglich." 

116 000 nicht in Deutschland - wo liegt das Problem?
Das Problem der 116 000 in Deutschland: Es findet sich kein Betreiber! Die für die deutsche Regierung zuständige Bundesnetzagentur hatte nach eigenen Angaben die Nummer rechtzeitig eingerichtet, gemeinsam mit anderen Service-Nummern wie der 116 116, die zur zentralen Sperrung von Kreditkarten in Betrieb ist. Oder die 116 006, die die Organisation Weißer Ring für Opfer von Gewalt anbietet. 

Die Beispiele zeigen: Um einen Dienst anbieten zu können, braucht es einen kompetenten Anbieter, der die Nummer übernimmt und die Auflagen erfüllt: Kontakt zur Polizei, Hilfe bei Ermittlungen, Beratung der Betroffenen, ständige Bereitschaft - und das Ganze auf eigene Kosten. Denn die Nummer muß auch kostenlos erreichbar sein.

"Wir haben die Nummer mehrmals ausgeschrieben, aber es hat sich bisher niemand darauf beworben", erklärt Rudolf Boll von der Bundesnetzagentur. So startet die 116 000 ohne Deutschland. Boll ist jedoch zuversichtlich, dass sich das bald ändert, dass sich bald eine übernehmende Organisation finden wird. Ab Vergabe hat diese dann 100 Tage Zeit, um die Nummer einzurichten. 

Hotline für vermisste Kinder: In anderen Ländern kein Problem
Deutschland wird von Justizkommissarin Viviane Reding schwer getadelt. Denn in anderen Ländern hat es geklappt, viele finanzieren die Notrufnummer ganz oder zum Teil aus öffentlichen Geldern.

Oder sie sind so innovativ wie Belgien: Hier bekommt der 116 000-Anbieter einen Zuschuss von der staatlichen Lotterie. In Portugal und Rumänien übernehmen die Telekommunikationsfirmen die Kosten, in Polen haben sich alle Mobilfunkanbieter darauf verständigt, die Telefonkosten nicht dem Dienstanbieter in Rechnung zu stellen. Der Dienst ist infolgedessen sowohl für den Anrufer als auch für den Dienstanbieter gebührenfrei. 

Die EU Kommission kündigte in einem internen Bericht an, die nationalen Regierungen notfalls gesetzlich zur 116 000 zu verpflichten. 

Was machen Eltern in Deutschland? 
Wohin können sich Eltern in Deutschland dann wenden, wenn es die 116 000 (noch) nicht gibt? "Erster Ansprechpartner ist natürlich die Polizei", erklärt Jelene Fried vom Arbeitszirkel vermisste Kinder. "Das ist sie auch, wenn es eine solche Notfallnummer geben würde."

Für psychische Unterstützung und Vernetzung müssen sich Eltern Ansprechpartner in ihrem Umfeld suchen. Dafür haben sich mittlerweile Dutzende Initiativen gegründet. Und: Im Ausland sind Eltern weiterhin wie die Mccanns auf die örtliche Polizei und ihre eigenen begrenzten Fremdsprachenkenntnisse angewiesen - es sei denn, die 116 000 existiert im Urlaubsland. Auch wenn diese Hilfe für Maddies Eltern wohl zu spät kommt: In Portugal wurde die 116 000 nun eingerichtet. 

Mehr Information: 
www.vermisste-kinder.de
www.kinder-vermisst.de
www.weisserring.de


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Kindesmissbrauch




  
 

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Veröffentlicht von Shila Meyer Behjat
am 17/11/2010
Die Lesernote:5/5 
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