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30 Kilo weg mit veganer Ernährung: So hat Attila Hildmann abgenommen

von Diane Buckstegge Veröffentlicht am 19. Februar 2015
© Justyna Krzyzanowska

30 Kilo hat er abgenommen, seine Ernährung komplett umgestellt. Attila Hildmann ist für viele der neue Held am Abnehmhimmel. Mit einem Ernährungsprogramm, das für die meisten ziemlich ungewohnt sein dürfte: veganer Ernährung.

Nie wieder Eier, Milch, Käse oder Fleisch: Attila Hildmann hat allen tierischen Lebensmitteln den Rücken zugekehrt. Und das schon vor über zehn Jahren. Ob ihm was fehlt? "Nein, ich habe für alle Gerichte mit tierischen Lebensmitteln einen veganen Ersatz gefunden", sagt der beliebte Kochbuchautor. "Currywurst, Döner oder Schokolade: Dafür habe ich eine leckere und deutlich gesündere Variante kreiert. Da brauche ich das Fast Food aus dem Imbiss nicht."

Obwohl Attila mittlerweile drei erfolgreiche vegane Kochbücher herausgebracht hat, dreht sich doch irgendwie immer alles um seinen wahnsinnigen Gewichtsverlust. 30 Kilo sind eben sehr beeindruckend. So beeindruckend, dass viele Leser hoffen, mit einer Ernährungsumstellung auf vegane Kost bald ebenso toll auszusehen. Doch ganz so einfach ist das nicht. "Sich vegan zu ernähren, ist nicht gleichbedeutend mit einer gesunden, kalorienarmen Ernährung", sagt Attila Hildmann. "Klar, Kalorienbomben wie Schnitzel, Schokolade oder Burger fallen weg, aber es gibt auch viele vegane Lebensmittel wie Nüsse oder Pommes, die richtig viele Kalorien haben. Oder aus reichlich Zucker bestehen."

Die kennt er nur zu gut. Er selbst bezeichnet seine veganen Anfänge als Pudding-Veganismus. Statt sich gesund und ausgewogen mit frisch gekochten Mahlzeiten zu ernähren, hat er sich auf vegane Alternativprodukte gestürzt wie Sojaschnitzel oder Soja-Hackbällchen. Dazu dann Nudeln, Sojapudding und vegane Süßigkeiten - fertig war zwar eine vegane Mahlzeit - jedoch eine ziemlich ungesunde. "Wer sich für den Verzicht auf tierische Lebensmittel entscheidet, muss sehr auf seine Ernährung achten, sonst kommt es schnell zu Mangelerscheinungen", so Attila Hildmann. "In meiner Zeit als Pudding-Veganer sind mir sogar die Haare ausgefallen, weil mein Körper nicht mit allen Nährstoffen ausreichend versorgt war. Und abgenommen habe ich in dieser Zeit natürlich auch nicht."

Attila vorher © Attila Hildmann

Wer sich vegan ernährt, sollte offen für Neues sein

Diese Erfahrung hat ihn aufgerüttelt. Er beschloss, sich mehr mit dem Thema Ernährung und Nährstoffe auseinanderzusetzen und gute, gesunde vegane Gerichte zu finden. Das war gar nicht so schwer, wie er anfangs dachte. Mit Gemüse lassen sich viele tolle Rezepte kochen. Wer dazu geschickt Nüsse und Hülsenfrüchte für die Eiweißzufuhr kombiniert, ist auf einem guten Weg. "Ich kann nur allen Neu-Veganern empfehlen, ihren Horizont zu erweitern und neue Lebensmittel auszuprobieren. Amaranth zum Beispiel. Die kleinen Körner werden wie Reis in Wasser oder Brühe gegart, stecken aber voller Eisen, Zink und Eiweiß. Sie sind ein sehr hochwertiges Lebensmittel und eine tolle Beilage."

Nach und nach nahm er immer weiter ab. Auch, weil er regelmäßig Sport getrieben hat. Ausdauer- und Krafttraining gehören zu seinem Alltag fest dazu.

"Ich will niemanden bekehren"

Auch wenn für Attila Hildmann Fleisch und andere tierischen Lebensmittel keine Rolle mehr spielen, weiß er doch, dass so ein Verzicht den meisten schwer fällt. Das findet er vollkommen in Ordnung. "Ich muss niemanden zum Veganismus bekehren. Für mich ist es ok, wenn man nur einen Tag pro Woche vegan isst oder öfter mal das Fleisch weg lässt. Ich würde mir nur wünschen, dass mehr Menschen auf ihre Ernährung achten. Sich bewusster ernähren, frisch kochen und sich nicht auf den ganzen Fertigkram stürzen."

Appetit bekommen? Hier gibt's fünf leckere Rezepte aus Attila Hildmanns Kochbuch 'Vegan For Fit': Rezepte
Für alle, die es eilig haben, gibt es jetzt auch ganz neu: 'Vegan To Go' (aus dem Becker Joest Volk Verlag) mit schnellen Gerichten.

Tipp: Seit Februar könnt ihr euren Gesundheitsstatus kostenfrei in 350 Reformhäusern testen lassen. Fragt einfach nach Attila Hildmanns Triät-Challenge.

von Diane Buckstegge