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Die Fricker-Diät

Linda Chevreuil
von Linda Chevreuil Veröffentlicht am 15. November 2007
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„Schnell und gut abnehmen“. So lautet die Devise des französischen Ernährungswissenschaftlers Dr. Jacques Fricker, der ein eigenes Konzept für eine nachhaltige Gewichtsabnahme entwickelt hat. Die Diät unterteilt sich in zwei Phasen: Eine Angriffsphase von maximal 8 Wochen und anschließend eine etwas gemäßigtere Stabilisierungsphase, um das neue Gewicht langfristig zu halten.

Wie funktioniert die Fricker-Diät?
Bei der Dr. Fricker Diät werden zwei Abnehmgeschwindigkeiten unterschieden: Die Angriffsphase dient dazu, in kurzer Zeit viel Gewicht abzubauen. In dieser Phase werden nur Fleisch, Fisch, Gemüse mit wenig Fett, Milchprodukte und Früchte verzehrt. Brot, stärkehaltige Nahrungsmittel und gezuckerte Produkte sind verboten. Diese Schnelldiät setzt vor allen Dingen auf eiweißreiche aber kalorienarme Nahrungsmittel.
In der zweiten, gemäßigteren Diät-Phase verläuft der Gewichtsverlust langsamer,
dafür aber zweifellos mit Langzeitwirkung. Sie kann mehrere Monate fortgesetzt werden und dient dazu das Gewicht nach der radikalen Abnehmphase zu stabilisieren.
Diese Diät ist also ideal für alle, die progressiv aber dauerhaft abnehmen möchten. Da in die Fricker-Diät auch stärkehaltige Nahrungsmittel integriert werden sorgt sie nicht nur für ein Sättigungsgefühl sondern auch für körperliche Fitness. Wie in der Angriffsphase setzt sich die Nahrungsaufnahme auch in der zweiten Phase aus tierischen Proteinen (Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte), Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralstoffen (Obst & Gemüse) und essentiellen Fettsäuren (Öl) zusammen.

Ein typisches Tagesmenü in der Angriffsphase
Frühstück: Tee oder Kaffee, 2-4 Milchprodukte, eine ungepresste Frucht.
Mittag- und Abendessen: rohes Gemüse oder Gemüsesuppe ohne Fett, Fleisch, Fisch und Gemüse nach Belieben, dazu insgesamt 1 Esslöffel Öl, 1 Milchprodukt und 1 Frucht.

Ein typisches Tagesmenü in der Stabilisierungsphase
Frühstück: Tee oder Kaffee, Vollkornbrote mit Aufstrich oder Vollkornmüsli je nach Appetit, 1 Milchprodukt, eine ungepresste Frucht.
Mittagessen: rohes Gemüse oder eine Gemüsesuppe ohne Fett; Fleisch, Fisch und Gemüse nach Belieben, dazu insgesamt 1 Esslöffel Öl, 1 Milchprodukt und 1 Frucht.
Abendessen: rohes Gemüse oder eine Gemüsesuppe ohne Fett; mageres Fleisch oder Fisch nach Belieben, stärkehaltige Nahrungsmittel nach Belieben und im Vergleich dazu eine größere oder mindestens gleich große Portion Gemüse,
1 Esslöffel Öl, 1 Milchprodukt, eine Frucht.

Das Ergebnis
Frauen nehmen im Allgemeinen 1 bis 1,5 Kilo pro Woche ab; Männer zwischen 1,5 und 2,5 Kilo. Man kann die Stabilisierungsphase so lange weitermachen, wie man möchte und dazwischen immer wieder einmal eine „Angriffsphase“ einlegen.

Vorteile
Durch die Fricker-Diät kann das Körpergewicht in gesunden Proportionen reduziert werden indem mehr Fett als Muskelmasse abgebaut wird.
Das Tagesmenü besteht aus vollen Mahlzeiten, sodass die Diät auch im Familienkreis eingehalten werden kann.
Da sich die Diät progressiv über einen langen Zeitraum erstreckt und auf einer ausgewogenen Ernährung basiert ist sie auch langfristig nicht gesundheitsschädlich.
Bestimmte kleine Sünden (z.B. ein Glas Sekt von Zeit zu Zeit) sind zugelassen.
Diese besonders sanfte Methode trägt nicht nur zu einer ausgewogenen Ernährung bei: Dank ihrer langen Stabilisierungsphase wird auch der Übergang von der Diät zu einer "'normalen" Ernährung erleichtert.

Nachteile
In der Angriffsphase ist es nicht möglich, richtige Ernährungsgewohnheiten zu entwickeln.
Achtung Jojo-Effekt: Durch die extremen Entbehrungen in der Angriffsphase besteht das Risiko, die mühsam verlorenen Pfunde bald wieder anzusetzen.
Durch ihre Stabilisierungsphase wirkt die Fricker-Diät langsamer als strenge Diäten: Sie kann ingesamt bis zu 6 Monate andauern und erfordert daher sehr viel Geduld.

von Linda Chevreuil

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