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Die Pritkin-Diät

Linda Chevreuil
von Linda Chevreuil Veröffentlicht am 15. November 2007
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Diese Diät lässt nicht nur die Pfunde purzeln sondern
ist nebenbei auch noch gut für die Gesundheit. Der amerikanische Arzt Dr. Pritkin hat diese Diätform in
den 50er Jahren entwickelt um die gefährlichen Cholesterinablagerungen in seinen Arterien zu bekämpfen. Anscheinend mit Erfolg: Sein Cholesterinspiegel soll 1955 noch stolze 285, 1985 nur noch 95 betragen haben. Sein Buch "The Pritikin Program for Diet and Exercise" preist eine fettarme, bewegungsreiche Diät an und wurde seit 1976 millionenfach verkauft.

Wie funktioniert die Pritkin-Diät?
Wir unterliegen alle einem Überlebensdrang, dem sogenannten "fat instinct", der uns dazu anstiftet, mehr als nötig (und insbesondere viel Fett) zu essen, Fettreserven zu bilden und unsere Aktivitäten einzuschränken um nicht unnötig Energie zu verbrennen. Laut Pritikin können wir diesen Instinkt umgehen, indem wir unseren Fettkonsum so stark wie möglich einschränken und gleichzeitig mehr kohlenhydratreiche und ballaststoffreiche Nahrung zu uns nehmen. Pritikin animiert dazu, gesunde Ernährungsgewohnheiten zu entwickeln und regelmäßig Sport zu treiben. Sein Diätprogramm gehört zu der Gruppe der fettarmen Diäten, die viele komplexe Kohlenhydrate und Ballaststoffe enthalten und die angeblich ideal sind, um den Cholesterinspiegel zu senken und das Risiko von Herz-Gefäß-Krankheiten zu reduzieren. Allerdings beruht die Nährstoffaufnahme bei der Pritikin-Diät viel stärker auf komplexen Kohlenhydraten (75 % bis 80 %) und viel weniger auf Fett (5 % bis 10 %) als es allgemein empfohlen wird. Außerdem kommt in keinem einzigen Pritikin-Rezept Öl vor.

Erlaubte Nahrungsmittel
Früchte, Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorngetreideprodukte, Milch, Joghurt und Käse mit 0% Fettanteil, Kräuter und Gewürze, ungesalzene Nüsse und Samen, Kaffee und Tee, gekochtes Eiweiß, Fisch und Meeresfrüchte, mageres Fleisch

Nahrungsmittel, die so wenig wie möglich konsumiert werden dürfen
Pflanzliche Öle, raffinierter Zucker, synthetischer Zucker, Salz, Fertiggewürze (Brühwürfel...) oder Fertigsoßen (Ketchup...) und Alkohol.

Nahrungsmittel, die ganz aus der Ernährung gestrichen werden
Tropische Öle, tierisches Fett, Kakaobutter, Schokolade, Margarine, wasserstoffhaltige Öle, fettes Fleisch, Wurst, Milchprodukte mit 1% und mehr Fettanteil, Kokosnuss, Eigelb, frittierte Gerichte, Gebäck, Zuckerwaren, fette Soßen

Ein typisches Tagesmenü
Frühstück: eine Orange, Vollkorn-Getreideflakes, Weizenkleie, ein entrahmtes Naturjoghurt.
Mittagessen: Linsen, Gemüse, Salat, Brokkoli, Vollkornbrot und entrahmte Milch.
Pausensnack: rohe Karotten und roher Sellerie
Abendessen: Vollkornreis, Krabben, kleine Pilgermuscheln, dampfgegartes Gemüse, Tee, ein Apfel.

Das Ergebnis
Die Priskin-Diät bewirkt eine Gewichtsabnahme und beugt gleichzeitig Krebs sowie Herz-Kreislauf-Krankheiten vor, reduziert den Diabetes Typ II und verringert den Arteriendruck.

Vorteile
Da bei der Priskin-Diät viele Ballststoffe und ausreichende Eiweißmengen eingenommen werden stellt sich ein schnelles Sättigungsgefühl ein.

Nachteile
Aufgrund des geringen Fettanteils sind die Mahlzeiten eventuell etwas trocken und nicht sehr geschmackvoll, was auf Dauer lästig sein kann. Im Restaurant ist die Diät nur schwer einzuhalten. Da dem Körper nur sehr wenig Fett zugeführt wird können Mangelerscheinungen auftreten. Außerdem werden auch die Carotinoide (wertvolle Antioxidantien) in Verbindung mit Fett besser vom Körper absorbiert. Kurzzeitig kann die Pritikin-Diät wegen ihres außergewöhnlich hohen Ballaststoffanteils eine Darmreizung hervorrufen. Mit der Zeit müsste diese negative Nebenwirkung allerdings verschwinden.

Sehr wichtig: Wie bei jeder Diät kann es zu Mangelerscheinungen kommen: Sprechen Sie daher unbedingt mit Ihrem Arzt !

Lesetipp:"Das Pritikin - Programm für Gesundheit und Fitness" von Nathan Pritikin und Patrick M. McGrady, im Econ Verlag erschienen.

von Linda Chevreuil

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