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Die Dschungel-Diät: Rank und schlank mit Reis und Bohnen?

von Christina Cascino Veröffentlicht am 17. Januar 2019

70 Gramm Bohnen, 70 Gramm Reis - so sieht die Dschungel-Diät aus. Um mehr zu bekommen, müssen die Dschungelcamp-Bewohner Ekel-Prüfungen über sich ergehen lassen. Die Folge: Viele Promis specken in wenigen Wochen so richtig ab. Eignet sich die Dschungel-Diät also auch für uns?

Jedes Jahr dürfen wir mehr oder weniger bekannten Gesichtern dabei zusehen, wie sie sich im australischen Dschungel bei "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" abkämpfen: Ekel-Prüfungen, Spinnen und andere Katastrophen bleiben da natürlich nicht aus. Zudem müssen die Camper auf Alkohol, Süßigkeiten und Co. verzichten. Auf dem Speiseplan stehen dagegen lediglich Reis und Bohnen.

Kein Wunder, dass die meisten Promis rank und schlank aus dem Dschungel zurückkehren. Das Essen ist nämlich streng rationiert. Was auf dem Teller landet, hilft beim Abnehmen tatsächlich enorm. Denn Reis und Bohnen liefern Eiweiß und Kohlenhydrate - diese Nährstoffe sind wichtig für die Muskeln und um den Körper ausreichend mit Energie zu versorgen. Sammeln die Kandidaten bei den Dschungel-Prüfungen ein paar Sterne, gibt's Extra-Essen: ein bisschen Gemüse, ab und an auch Fleisch.

Deshalb funktioniert die ​Reis-Bohnen-Diät

Fakt ist: Wer seine Ernährung dermaßen einschränkt und die Kalorienanzahl runterschraubt, nimmt natürlich ab. Schließlich wird mit der Reis-Bohnen-Diät ein deutliches Kaloriendefizit erzielt.

Dennoch ist die Dschungel-Diät nicht als gesunde Abnehm-Methode zu empfehlen, denn: Diese paar verlorenen Kilos habt ihr blitzschnell wieder drauf, wenn ihr nach der Dschungelcamp-Diät in alte Ernährungsgewohnheiten verfallt.

Hangry dank Dschungel-Diät

Ein Grund, warum die Dschungel-Kandidaten auf die Reis-Bohnen-Diät gesetzt werden, ist sicherlich auch das daraus resultierende Konfliktpotential. Wer von sich selbst weiß, wie "hangry" sie oder er werden kann, kann sich vorstellen, wie es den Stars geht.

Da ist es nicht verwunderlich, dass sich die ausgehungerten Dschungel-Prüflinge nach ein paar Tagen auf Reis und Bohnen an die Gurgel gehen. Bestes Beispiel aus dem diesjährigen Dschungelcamp: Evelyn und Domenico. Im Video erfahrt ihr, was hinter dem Beef der Streithähne steckt.

Jo-Jo-Effekt macht Diät-Erfolg zunichte

Muss der Körper hungern, stellt er seine gesamten Funktionen auf Sparflamme. Fangen wir also irgendwann wieder an, uns normal zu ernähren, speichert der Körper alle Nährstoffe sorgfältig ein, um für die nächste Hungerperiode vorbereitet zu sein.

Der Körper will schließlich für die nächsten schlechten Zeiten vorsorgen. Was folgt ist der berüchtigte Jo-Jo-Effekt. Viel besser: Regelmäßig essen, auf gesunde Lebensmittel achten, frisch kochen und ausreichend Bewegung!

Das dürften auch die C- & D-Promis von der RTL Erfolgs-Show zu spüren bekommen. Zwar kommen sie neu erschlankt aus dem Dschungelcamp, aber die wenigsten werden ihr Gewicht halten.

​Innerhalb eines Monats wird die Waage bei den meisten Teilnehmern wieder das anzeigen, was sie vor der Dschungel-Tortur angezeigt hat. Oder sogar mehr. Schließlich herrscht bei den meisten Kandidaten Nachholbedarf in Sachen Essen. Wir vermuten mal: Die meisten stürzen sich erstmal auf Burger, Pizza und literweise Alkohol.

Ist die Dschungel-Diät gesund?

Jo-Jo-Effekt hin oder her: Die Dschungel-Diät ist noch aus einem anderen Grund nicht gerade empfehlenswert. Sie ist schlicht und ergreifend ungesund. Wie bei den meisten Crash-Diäten kommt die Versorgung des Körpers mit Vitaminen und Mineralstoffen bei einer sehr einseitigen Kost zu kurz.

Und auch Fett wird kaum aufgenommen, sodass der Körper nicht mit lebenswichtigen Fettsäuren versorgt wird. Die Folge können Darmbeschwerden, Müdigkeit und schlechte Laune sein. Besser als eine solche Radikal-Diät ist daher immer eine dauerhafte Ernährungsumstellung und regelmäßiger Sport.

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von Christina Cascino

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