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Obst – In jedem Fall kalorienarm?

von der Redaktion Veröffentlicht am 18. November 2008
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Natürlich gehört zu einer gesunden und kalorienbewussten Ernährung auch der regelmäßige Verzehr von Obst. Ernährungsexperten empfehlen immer wieder, fünf kleine Portionen Obst und Gemüse über den Tag verteilt zu essen. Aber auch beim Obst kann und sollte man sich Gedanken um die Kalorien machen - nicht alle Obstsorten sind nämlich nur Schlankmacher. Manche Sorten enthalten mehr Kalorien als andere, sodass sich insgesamt eine Menge der kleinen Kalorienbiester zusammensparen lässt - wenn frau weiß, wie es geht.

Leckeres, kalorienarmes Obst

Der Renner unter den kalorienarmen Obstsorten ist mit Abstand die Wassermelone. Ihr Name verrät es bereits: Sie besteht zum größten Teil aus Wasser (was bekannter Weise kein Kalorien hat) und weist somit sehr wenig Kalorien auf. Zwar ein paar Kalorien mehr pro hundert Gramm bringen Himbeeren, Erdbeeren, Clementinen und Granatapfel mit sich, sie gehören aber ebenfalls zu den sehr kalorienarmen Obstsorten. Aber auch mit dem klassischen Apfel, einer Grapefruit oder einer Papaya fährt man gut, wenn man auch in Sachen Obst auf die Kalorien achten möchte oder muss.

Die Dickmacher unter den Obstsorten

Die Avocado ist auf der anderen Seite die Frucht, die aufgrund ihres hohen Fettgehalts mit den meisten Kalorien daherkommt. Sie sollte also nicht jeden Tag auf dem Speiseplan stehen, wenn es um eine kalorienbewusste Ernährung geht. Auch Oliven gehören zum Obst - und allein der Sachverhalt, dass aus ihnen Öl gepresst wird, sollte uns in puncto Kalorien nachdenklich stimmen. Dennoch: Trotz des hohen Kaloriengehalts sind Oliven natürlich ausgesprochen gesund. Man muss lediglich die Kalorien, mit denen sie zu Buche schlagen, in seine Bilanz einkalkulieren.

Auch die von den Deutschen hochgeschätzte Banane ist relativ kalorienreich. Gegenüber Oliven und Avocado ist sie zwar sehr kalorienarm, vergleicht man ihren Kaloriengehalt allerdings mit dem von anderen Obstsorten wie zum Beispiel Erdbeeren, schneidet die Banane mit fast dreimal so vielen Kalorien erheblich schlechter ab.

Wenn Obst zur Kalorienbombe wird

Während sich die meisten Obstsorten zwischen diesen beiden Extremen bewegen und nicht allzu viele Kalorien auf den Tisch bringen, gibt es eine Reihe von verarbeiteten Obstprodukten, bei denen die Kalorienzahl schnell ungeahnte Ausmaße annimmt.

Was kaum jemand für möglich hält ist zum Beispiel, dass getrocknetes Obst eine Vielzahl von Kalorien mit sich bringt. Mit bis zu sechsmal höheren Kalorienangaben bei getrockneten Aprikosen, Äpfeln, Pflaumen und Co. kann man durchaus rechnen, wenn man diese mit ihren frischen Kollegen vergleicht. Der Grund hierfür ist, dass dem Obst beim Trocknen die Flüssigkeit entzogen wurde. Nehmen Sie also 50 gr. getrocknetes Obst zu sich, haben Sie in Wirklichkeit ein Vielfaches von diesem Wert an frischem Obst zu sich genommen. Wenn getrocknetes Obst unbedingt sein muss, sollte den Trockenfrüchten oder den verarbeiteten Obstprodukten wenigstens kein Zucker zugesetzt worden sein, der die Kalorienzahl des Obstsnacks nur weiter erhöht.
Zucker wird auch häufig Obst zugesetzt, das in Dosen konserviert wird, so zum Beispiel bei der leckeren, ohnehin schon süßen Ananas. Noch viel höher ist der Zuckergehalt bei Marmeladen. Der zusätzliche Zucker lässt die Kalorienanzahl schnell ansteigen. Man sollte also im besten Falle - auch aufgrund des Vitamingehalts - immer nur frisches und reifes Obst zu sich nehmen. Die Natur hat dieses in der Regel süß genug gemacht, sodass auch Naschkatzen auf ihre Kosten kommen.

Eine weitere Falle in puncto Obst und Kalorien lauert bei Fruchtsaftgetränken: Hier sollten Sie darauf achten, dass Sie nur Säfte zu sich nehmen, die aus 100 Prozent Frucht bestehen und ohne Zucker- oder Süßstoffzusatz auskommen. Generell gilt bei Säften allerdings, dass man diese immer nur verdünnt mit Mineralwasser zu sich nehmen sollte. Die Kalorienbilanz würde ansonsten durch den übermäßigen Genuss purer Säfte aus den Fugen geraten. Denn eines steht dabei fest: Ein leckeres Glas Saft ist schneller getrunken als die Menge an Obst gegessen ist, die zu seiner Herstellung verwendet wurde - leider bleibt beim Saft allerdings das Sättigungsgefühl zumeist aus.

von der Redaktion

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