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Kartoffel-Diät: Wie gut klappt Abnehmen mit Kartoffeln?

von Jane Schmitt Veröffentlicht am 15. September 2019

Schnell ein paar Kilo abnehmen, das verspricht die Kartoffel-Diät. Doch kann man damit wirklich dauerhaft Gewicht verlieren? Wir haben die Abnehm-Methode dem Diät-Check unterzogen.

Kartoffeln = Kohlenhydrate = Dickmacher? Nein, so einfach ist das nicht, denn Kartoffeln sind überaus gesunde Lebensmittel. Sogar Abnehmen soll mit der beliebten Knolle funktionieren dank der so genannten Kartoffel-Diät. Darunter versteht man eine Ernährungsform, bei der zwischen 600 Gramm und einem Kilo Kartoffeln täglich(!) auf dem Teller landen sollen. Bei jeder Mahlzeit bilden Kartoffeln die Hauptzutat.

Bei der Kartoffel-Diät kann die Knolle in allen erdenklichen Zubereitungsarten gegessen werden - außer frittiert. Schlechte Nachrichten also, für alle Pommes-Freunde. Zu den gekochten, gematschten, gebratenen oder gebackenen Kartoffeln isst man dann Magerquark oder Eier.

Die Kombination aus Kartoffeln und Ei ist für den Körper wirklich gut, weil die Wertigkeit der Lebensmittel so gesteigert wird und die Nährstoffe am besten verwertet werden können.

Im Video: So kochst du Kartoffeln richtig

Abnehmen mit der Kartoffel-Diät: Klappt das wirklich?

Kartoffeln haben eine entwässernde Wirkung. Das liegt unter anderem am Mineral Kalium, von dem in der Kartoffel viel enthalten ist, 415 mg pro 100 g. Dadurch, dass Wasser aus dem Körper gespült wird, zeigt dann auch die Waage weniger an. Allerdings ist dieser Gewichtverlust eine Mogelpackung, denn man verliert erst mal kein Fett, sondern nur Wasser.

Wer abnehmen möchte, muss das sogenannte Kaloriendefizit herbeiführen. Das bedeutet, dass man mehr Kalorien verbrennt, als man über die Nahrung zu sich nimmt. Dann werden die Fettreserven angezapft und verbrannt, sprich du nimmst ab. Der Grundumsatz sollte dabei aber keinesfalls unterschritten werden. Mehr Bewegung bzw. Sport können dich dabei super unterstützen.

Lest auch: Kalorien­bedarfsrechner: Wie hoch ist dein täglicher Kalorienbedarf?

Ein einfacher Trick: Reduziere gezuckerte Getränke und Lebensmittel mit einem hohen Zuckergehalt und versuche täglich 10.000 Schritte zu gehen. Diese simple Methode kann schon einen großen Unterschied machen.

Ist die Kartoffel-Diät ungesund?

Bei der Kartoffel-Diät handelt es sich, wie der Name schon vermuten lässt, um eine sogenannte Monodiät. Dabei beschränkt man sich auf ein Hauptlebensmittel, das in verhältnismäßig großer Menge zu sich genommen wird. Ideal ist das allerdings nicht. Der Grund: Monodiäten können einen Nährstoffmangel herbeiführen. Daher ist von einer solchen Ernährung gurndsätzlich abzuraten.

Noch dazu birgen Monodiäten wie die Kartoffel-Diät ein großes Frustrationspotenzial und der gefürchtete Jojo-Effekt tritt schneller ein, als einem lieb ist.

Was ist besser als die Kartoffel-Diät?

Wer jeden Tag Kartoffeln essen möchte, kann das grundsätzlich tun. Das Drumherum ist jedoch entscheidend. Hier sollte wirklich auf Abwechslung und Vielfalt gesetzt werden. Viel Gemüse, mageres Fleisch und gedünsteter Fisch bzw. Hülsenfrüchte als Beilage sollten keinesfalls fehlen.

Um mit Kartoffeln abzunehmen, solltet ihr darauf achten, dass sie fettarm zubereitet sind. Nutzt statt Sahne und Butter lieber Milch für das Kartoffelpüree und verzichtet auf Frittiertes.

Grundsätzlich empfehlen wir eine abwechslungsreiche Ernährung zu wählen, in der alle Nährstoffe enthalten sind. Kartoffeln sollten auch dann nicht auf dem Speiseplan fehlen, da sie viele gesunde Nährstoffe wie beispielsweise Kalium liefern. Eine ausgewogene Ernährung, so wie sie auch von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlen wird, gilt als rundum gesund.

Im Video: Wie wichtig ist Kalium für die Gesundheit?

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von Jane Schmitt
 

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