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Gesundheitstrend aus Fernost: Makrobiotische Ernährung fürs innere Gleichgewicht

von Diane Buckstegge Veröffentlicht am 13. Oktober 2015
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Makro - was? Die Rede ist von makrobiotischer Ernährung, einer Ernährungsform aus Asien, die vor Krebs schützen und schlank machen soll.

Madonna, Gwyneth Paltrow: Die Liste der Stars, die sich schon mal makrobiotisch ernährt haben, ist lang. Respekt, denn makrobiotische Ernährung ist nicht ganz ohne. Viele alltägliche Lebensmittel sind verboten. Dafür soll man gesünder leben und seinem Körper etwas Gutes tun.

Makrobiotische Ernährung: Das steckt dahinter

Yin und Yang, die innere Mitte finden: Genau darum geht es bei einer makrobiotischen Diät (der Begriff "Makrobiotik" bedeutet "großes Leben"). Entwickelt wurde die makrobiotische Ernährung von dem Japaner Georges Ohsawa. Er sortierte dafür alle Lebensmittel nach Yin und Yang und entwickelte eine vegetarisch-vegane Ernährungsform, die auf Fertiggerichte, Zucker, Alkohol und Milchprodukte verzichtet. Da die ursprüngliche Form sehr einseitig ist, hat Michio Kushi sie zu einer etwas moderateren Variante abgewandelt.

Warum Stars wie Madonna makrobiotische Ernährung für sich gefunden haben? Durch die nach Yin und Yang sortierte Lebensmittelwahl soll der Körper in Einklang gebracht werden. Man soll Stress besser verarbeiten können. Und da so viele Dickmacher-Lebensmittel wegfallen, nimmt man ganz nebenbei ab. Was jedoch viel wichtiger ist: Die makrobiotische Diät soll dabei helfen, Krebs vorzubeugen, da sie fettarm sowie ballaststoffreich ist und auf frische, vollwertige Lebensmittel setzt. In einer Studie des 'Cancer Journal' erkrankten Frauen, die sich makrobiotisch ernährten, seltener an Brustkrebs.

So funktioniert makrobiotische Ernährung

Vollwertiges Getreide, viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse oder Obst: Diese Lebensmittel sind wichtiger Bestandteil der makrobiotischen Diät. Einen konkreten Ernährungsplan gibt es nicht. Empfohlen wird, nach und nach die verbotenen Lebensmittel wegzulassen und sie durch erlaubte zu ersetzen.

Makrobiotische Ernährung: Erlaubte Lebensmittel

Hülsenfrüchte © iStock

Makrobiotische Ernährung: Verbotene Lebensmittel

Fleisch © iStock

Für die meisten ist die makrobiotische Ernährung eine echte Umstellung. Viele wissen nicht, was sie essen sollen. Leckere makrobiotische Rezepte sind zum Beispiel Gemüsepfannen mit Hirse. Auch Linsen- und Bohnengerichte werden gern gegessen, da Hülsenfrüchte sehr eiweiß- und ballaststoffreich sind. Morgens kann man statt Brot einen Quinoa- oder Hirsebrei essen, zum Beispiel mit ein paar Nüssen und Früchten. Nüsse sind zudem ein guter Snack für den kleinen Hunger zwischendurch.

Nachmachen oder besser lassen? So bewerten Ernährungsexperten makrobiotische Ernährung

Wenn ihr euch für die makrobiotische Ernährung entscheidet, dann nehmt die angepasste Version von Kushi. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät von der ursprünglichen Form von Ohsawa ab. Doch auch bei der angepassten Variante von Kushi müsst ihr euch sehr ausgewogen ernähren und darauf achten, was ihr esst, um mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt zu sein. Da keinerlei Milchprodukte erlaubt sind, ist insbesondere die Versorgung mit Calcium problematisch. Auch die verschiedenen B-Vitamine, Eisen oder Jod werden oft zu wenig aufgenommen. Schwangere, Kinder oder Menschen mit einer Krankheit sollten deswegen die Finger von makrobiotischer Ernährung lassen.

Was das Vorbeugen von Krebs angeht: Bislang liegen keine kontrollierten klinischen Studien vor. Ob eine makrobiotische Ernährung wirklich Krankheiten vorbeugen kann, ist daher nicht erwiesen.

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