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Abnehmen dank Konjakwurzel: Was taugt das neue Superfood aus Asien?

Christina Cascino
von Christina Cascino Veröffentlicht am 13. April 2018
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Low Carb, Low Fat, kaum Kalorien - die Konjakwurzel verspricht nicht nur gesundheitliche Vorteile, sondern soll auch dabei helfen, leichter abzunehmen. Zum Beispiel in Form von Konjaknudeln. Was ist dran am Hype? Wirkt das Abnehmwunder wirklich?

Auf dem Diätmarkt ist ein regelrechter Hype ausgebrochen: Die japanische Konjakwurzel (nicht zu verwechseln mit dem Weinbrand Cognac - der macht nämlich alles andere als schlank) wird aktuell als neues Superfood gehandelt. Der Grund: Die Knolle macht lange satt und hat so gut wie keine Kalorien! Ist alles einmal wieder zu schön, um wahr zu sein oder kann man mit der Konjakwurzel wirklich abnehmen?

Konjak? Was ist das eigentlich?

Bei der Konjakwurzel handelt es sich genau genommen um die Knolle der sogenannten Teufelszunge, einer Pflanzenart aus der Familie der Aronstabgewächse. Inbesondere in Ost-Asien, wo Konjak beheimatet ist, wird das Wurzelgemüse bereits seit vielen Jahrhunderten sowohl in der Medizin als auch in der Küche genutzt. Als Einlage landet die Wurzel meist traditionell in japanischen Suppen und Eintöpfen. Getrocknet und gemahlen entsteht aus der Wurzel ein Pulver, aus dem tofuähnliche Blöcke, Nudeln oder Reis hergestellt wird.

Das Besondere an dieser Knolle: Sie enthält weder Protein noch für den menschlichen Organismus verwertbare Kohlenhydrate. Die Konjakwurzel setzt sich vielmehr aus Wasser und zu 60 bis 80 Prozent aus löslichen Ballaststoffen, vorrangig Glucomannan zusammen. Solch wasserlösliche Ballaststoffe können im menschlichen Verdauungstrakt viel besser verwertet werden als nicht-lösliche.

Ist also Glucomannan das eigentliche Wundermittel?

Das in der Konjakwurzel enthaltene Glucomannan kann aufgrund seiner hervorragenden Wasserlöslichkeit deutlich mehr Flüssigkeit an sich binden als vergleichbare Ballaststoffe. Heißt: Bei Kontakt mit Wasser quillt dieser Ballaststoff auf das bis zu 50-fache Volumen auf und bewirkt im Magen-Darm-Trakt ein starkes Sättigungsgefühl. Wir essen also weniger, fühlen uns aber genauso satt!

Ein weiterer Vorteil von Konjak: Die asiatische Knolle hat so gut wie keine Kalorien: Auf 100 Gramm kommen nur etwa 8 Kalorien! Das sind weniger als eine ganze Salatgurke besitzt. Darüber hinaus ist Konjak sowohl vegan als auch glutenfrei und eignet sich damit super für Allergiker.

Konjaknudel - die Miracle Noodl für alle Low Carb Fans

Konjakmehl wird schon seit Jahrhunderten in der asiatischen Küche eingesetzt. Aus diesem Mehl lassen sich zum Beispiel die berühmten glasartigen Shirataki-Nudeln herstellen. Die Konjaknudeln haben so gut wie keine Kalorien und sind damit wohl der Traum eines jeden Pasta-Liebhabers. Nudeln ohne Kohlenhydrate? Ja, das geht! Im Vergleich zu herkömmlicher Getreide-Pasta ist die Energiedichte der Konjaknudel um das 45-fache geringer.

Hergestellt werden die Shirataki-Nudeln aus Wasser, Konjakmehl und dem Stabilisator Calciumhydroxid. Die Mixtur wird gekocht und in Nudel- oder Reisform gebracht. Zu kaufen gibts die Miracle Noodles, wie sie auch gerne genannt werden, im Asiamarkt, in Reformhäusern oder ganz einfach online.

Einziges Manko: Die auf Konjak basierenden Teigwaren besitzen keinerlei Eigengeschmack. Darum sind geschmacksintensive Beilagen und Soßen umso wichtiger. Doch im Netz finden sich unzählige Rezepte, wie ihr die Konjaknudeln zubereiten könnt. Wie wäre es mit einer klassischen Konjak-Spaghetti Bolognese oder einer kohlenhydratfreien Paella mit Konjak-Reis, Gemüse und Meeresfrüchten?

Shirataki Rezepte: So bereitest du die Low Carb Nudeln zu

Die Zubereitung von Shirataki-Nudeln ist super easy: Einfach die Konjaknudeln aus der Verpackung nehmen und sie in einem Sieb gründlich unter laufendem Wasser abspülen. Nun die Pasta in einer beschichteten Bratpfanne ohne Fett für 1-3 Minuten erhitzen. Dadurch erhalten die leicht glitschigen Nudeln eine pastaartige Textur. Dasselbe funktioniert auch, indem ihr die Nudeln für wenige Minuten in kochend heißem Wasser einweicht.

Konjaknudeln mit Erdnuss-Kokos-Soße:

Ihr braucht (2 Portionen):

1/2 EL Kokosöl
1/2 EL frischer Ingwer, gerieben
2 Knoblauchzehen
1/2 EL Rote Thai-Curry-Paste
1 EL Soja-Soße
200 Gramm Kokosmilch
3 EL ungesüßte Erdnussbutter
50 ml Gemüsebrühe
1 Karotte
1 rote Paprika
1 Lauchzwiebel
250 Gramm Shirataki-Nudeln
1 EL Limonensaft
geröstete Sesamkerne
frischer Koriander

Zubereitung:

  • Ingwer und Knoblauch schälen, fein reiben und in einer großen, tiefen Pfanne oder in einem Wok im Kokosöl auf mittlerer Stufe anbraten.
  • Curry-Paste, Kokosmilch, Erdnussbutter, Soja-Soße und Brühe dazu geben. Das Ganze etwa 10 Minuten köcheln lassen.
  • Karotte (ohne Schale) und Paprika in dünne Scheiben schneiden, Zwiebeln schälen und in kleine Würfel schnippeln. Das Gemüse in die Pfanne geben und so lange kochen, bis es gar ist.
  • In der Zwischenzeit Nudeln in einer Bratpfanne erhitzen und anschließend zum Rest geben. Alles zusammen wenige Minuten kochen lassen, mit Limonensaft verfeinern.
  • Nudeln am Ende mit gerösteten Sesamkernen und Korianderblätter garnieren.

Konjak macht schlank und hält gesund

Wer ein paar Kilo abnehmen möchte und dennoch nicht auf seine geliebte Pasta verzichten will, für den sind Konjaknudeln und auch andere Konjakprodukte super geeignet. Doch die Konjakwurzel eignet sich nicht nur zum Abnehmen - sie wirkt sich auch positiv auf unsere Gesundheit aus. Sie soll zum Beispiel für eine gesunde Darmflora sorgen und wissenschaftliche Untersuchungen konnten auch beweisen, dass sich das Glucomannan positiv auf die Blutfettwerte und den Blutdruck auswirkt, also das Risiko für Herzerkrankungen mindert.

In China nutzt man Konjak zudem zum Beispiel in Form von Gel zur Behandlung von Brandwunden, Hautstörungen, aber auch für Asthma und Husten. Zudem soll Konjak als Art Entgiftung wirken und die Tumorbildung unterdrücken und gegen Blutstau wirken.

Konjak und Nebenwirkungen?

Nebenwirkungen der Konjakwurzel sind bislang nicht bekannt. Allerdings kann ein Konsum großer Mengen von Ballaststoffen zu Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall und Übelkeit führen. Daher sollte man den Körper langsam an die großen Mengen zugeführter Ballaststoffe gewöhnen und es mit den Konjakprodukten nicht übertreiben.

Zudem sollte jedem bewusst sein, dass allein die Konjakwurzel nicht zur Traumfigur verhilft. Wer zwar auf Shirataki-Nudeln setzt, aber sonst zu fettigen Soßen, Süßigkeiten und Fast Food greift, wird auch mit Konjak nicht abnehmen. Wie in so vielen Fällen heißt es deswegen auch hier: Konjak allein ist kein Wundermittel. Die Produkte können lediglich beim Kampf gegen die Kilos unterstützend wirken.

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von Christina Cascino