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Moringa und seine Wirkung: Wie gesund ist das Superfood wirklich?

von Jane Schmitt Veröffentlicht am 22. Februar 2019

Moringa gilt als das neue Superfood. Doch hat Moringa wirklich eine gesundheitsfördernde Wirkung oder ist der Hype um das grüne Pulver völlig übertrieben?

Wenn wir über "Moringa" sprechen, ist meist das grüne Pulver aus den getrockneten Blättern des Moringa-Baums gemeint. Der Name Moringa leitet sich von der botanischen Bezeichnung Moringa ovalifolia ab.

​In Afrika und Asien wird der dort weit verbreitete Baum auch als Wunderbaum, Flaschenbaum oder Meerrettichbaum bezeichnet. Letzteres aufgrund seiner scharf schmeckenden Blätter.

Moringa-Wirkung schon seit Jahrtausenden bekannt

Dem Moringa wird nicht erst seit gestern eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. Schon seit Jahrtausenden ist der Wunderbaum teil des Ayurveda und wird darin als Heilmittel eingesetzt. Im Vergleich zu anderen Bäumen sind die Blätter des Moringas besonders nährstoffreich und werden deshalb in Pulverform sogar zur Bekämpfung von Unterernährung eingesetzt.

Abgesehen davon hat Moringa noch eine Reihe anderer positiver Eigenschaften. So werden Bestandteile von Moringa in der Kosmetikindustrie angewendet oder auch als Nahrungsergänzungsmittel. ​Fast die gesamte Pflanze, von den Wurzeln bis hin zu den Blättern, kann verwendet werden, als Schönheits- oder alternatives Heilmittel, aber auch schlicht als Nahrungsmittel.

In konzentrierter Pulver- oder Tablettenform liefert Moringa viele Inhaltsstoffe, die der menschliche Körper braucht. Unter anderem sind das Vitamin C, Calcium und Eisen, Vitamin A, Ballaststoffe und pflanzliche Proteine. Zudem enthält Moringa-Pulver (hier bei Amazon shoppen) viele natürliche Antioxidantien.

Bisher gibt es keine aussagekräftigen wissenschaftlichen Studien zu der tatsächlichen Wirksamkeit von Moringa ovalifolia, dennoch sind sich Forscher sicher, dass die Pflanze ein großes Potenzial in sich trägt.

Moringa: Ein echtes Superfood?

Moringa scheint also ein ganz schön tolles Zeug zu sein. Für uns Grund genug, einmal bei einem Experten nachzufragen, was die Pflanze und das daraus hergestellte Pulver alles kann.

Sandro Russo, der Gründer von Terra Elements, ist davon überzeugt, dass für ein gesundes Leben eine natürliche Ernährungsweise unabdinglich sei. Um diese aufzuwerten und zu vervollkommnen seien Superfoods und Nahrungsergänzung ein simples und sinnvolles Hilfsmittel. Durch seine persönliche und berufliche Erfahrung ist er Experte in Bezug auf natürliche Supplements und kann uns mehr zur Wirkung von Moringa sagen.

Warum wirkt Moringa unterstützend für die Haut?

Sandro Russo: "Moringa nährt unsere Haut nicht nur mit jeder Menge wertvoller Inhaltsstoffe von innen. Die Blätter sorgen auch für ein Schutzschild von außen. Gebildet wird dieses durch sekundäre Pflanzenstoffe mit antioxidativen Fähigkeiten. Antioxidantien sind in der Lage, unsere Haut vor freien Radikalen zu schützen. Diese bedingen den Prozess, dem mit Anti-Aging-Bemühungen entgegengewirkt wird: die vorzeitige Hautalterung."

Kann Moringa beim Abnehmen helfen, wenn ja wie?

"Wer Moringa schon probiert hat, weiß: Moringa ist geschmacklich auf der bitteren Seite angesiedelt. Diese aromatische Nuance resultiert von Bitterstoffen. Während die Geschmacksnerven über die Bitterstoffe eher weniger erfreut sind, kommen sie dem Stoffwechsel zugute."

Ein weiterer Vorteil der Bitterstoffe in Moringa, so Russo: "Sie reduzieren Gelüste auf Süßes und so schließlich Heißhungerattacken. Darüber hinaus ist natürlich auch an dieser Stelle das Stichwort Detox zu nennen." So sollen Bitterstoffe die Entschlackung anregen und einen positiven Effekt auf die Verdauung haben.

Inwiefern unterscheiden sich Chlorella und Moringa?

Da es sich bei Chlorella um eine Süßwasseralge mit natürlichem Ursprung in den kalten Küstengewässern des Atlantiks und Pazifiks handelt und Moringa eine Baumart ist, die in tropischen und subtropischen Gebieten zu finden ist, haben diese zwei Pflanzen auf den ersten Blick keine Gemeinsamkeiten, erklärt Russo.

"Rein äußerlich betrachtet sind Chlorella und Moringa somit nicht vergleichbar. In ihrem Inneren haben sie jedoch durchaus einige Gemeinsamkeiten: Beide Naturprodukte liefern pflanzliches Eiweiß und Eisen. Darüber hinaus zeigt ihre grüne Farbe, dass sowohl Moringa Blätter als auch Chlorella Algen Chlorophyll enthalten. Während die Pflanzen den grünen Farbstoff zur Photosynthese benötigen, kommt er uns beim Detox zugute", sagt Russo.

Macht es Sinn beide grünen Superpulver, Chlorella und Moringa, zu verwenden?

Sandro Russo: "Auf jeden Fall! Moringa gilt auch als 'Multi-Vitamin der Natur' und unterstützt den Körper auf vielseitige Art und Weise. Chlorella ist besonders während Detoxkuren und bei Eisen-Mangel empfehlenswert. Schon mit einer Tagesdosis von 5 Gramm sind knapp 50 Prozent des Tagesbedarfs gedeckt. Somit spricht nichts dagegen, die Naturprodukte in Kombination zu Verwenden. Hierfür bietet sich zum Beispiel ein grüner Smoothie an."

Für wen ist Moringa-Pulver nicht geeignet?

Sandro Russo: "Moringa ist ein sehr bekömmliches Lebensmittel. Aufgrund des Detox-Effekts würde ich persönlich schwangeren sowie stillenden Frauen empfehlen, den Verzehr mit dem Frauenarzt abzuklären. Auch bei Kindern ist es immer ratsam, einen Experten im individuellen Fall zurate zuziehen."

Das liefert Moringa-Pulver:

Die Nährstoffe in 100 g Moringa-Pulver* setzen sich wie folgt zusammen:

  • Brennwert 1280 kj / 307 kcal,
  • Fett 6,7 g (davon gesättigte Fettsäuren 1,7 g),
  • Kohlenhydrate 24,0 g (davon Zucker 6,1 g),
  • Eiweiß 23,8 g,
  • Salz < 0,13 g.


Mit der empfohlenen Tagesdosis von 5 g Moringa-Pulver* kannst du

  • 98 % des Tagesbedarfs an Vitamin A
  • 107 % des Tagesbedarfs an Vitamin K
  • 15 % des Tagesbedarfs an Calcium

​abdecken.

*Die Angaben beziehen sich auf das Moringa-Pulver von Terra Elements. (Hier bei Amazon shoppen.)

Einen gut bewerteten Smoothie-Mixer gibt's bei Amazon.

Rezept für einen grünen Moringa Smoothie

Moringa lässt sich vielfältig anwenden, unter anderem als Tee oder als Zutat in Suppen oder Smoothies. Hier ein passendes Rezept für einen grünen Smoothie:

Zutaten:

  • 1 Handvoll Spinat
  • 1 Birne
  • 1 gefrorene Banane
  • ½ Avocado
  • 1 TL Flohsamenschalen
  • 1 gehäufter TL Moringa Pulver
  • 1 gehäufter TL Hanfsamen
  • 200 ml Mandelmilch


So wird der Moringa-Smoothie zubereitet:
Gib alle Zutaten in den Mixer und püriere sie zu einem cremigen Smoothie. Variiere am besten mit der Mandelmilch ein wenig hin und her, sodass der Smoothie die von dir gewünschte Konsistenz bekommt. Die Hanfsamen und Flohsamenschalen kannst du auch nur zur Hälfte in den Smoothie geben und den anderen Teil als Topping darüber streuen.

Nicht vergessen: Bewegung für mehr Energie

Neben einer ausgewogenen Ernährung, die deinem Körper viel Energie liefert, ist auch Bewegung ein wichtiger Aspekt. Gestalte deinen Alltag aktiv, zum Beispiel mit Energy Flow Yoga. Im Video zeigt dir Fitnesstrainerin Andrea, welche Yoga-Übungen die Energien wieder so richtig fließen lassen.

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