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Die South-Beach-Diät

von der Redaktion Veröffentlicht am 16. November 2007
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Die South-Beach-Diät (auch unter dem Namen Miami-Diät bekannt) ist auf
den amerikanischen Kardiologen Arthur Agatston zurückzuführen, der in der Nähe von Miami/South Beach praktiziert.
Bei der South-Beach-Diät handelt es sich um eine Abwandlung der Atkins-Diät.
Im Unterschied zu Letzteren wird bei Agatstons Methode aber unter guten und schlechten Fetten unterschieden, wobei pflanzliche Fette größtenteils erlaubt, tierische Fette hingegen vom Menüplan ausgeschlossen sind.

Das Prinzip
Die South-Beach-Diät gliedert sich in 3 Phasen:

Die erste und radikalste Phase sollte maximal 2 Wochen andauern. In diesem Zeitraum werden alle Kohlenhydrate und Zucker (Getreide, Kartoffeln, Reis, Obst, Obstsaft, Alkohol) vom Menüplan verbannt. Daher wird die South-Beach-Diät mitunter als "Low Carb Diät" eingestuft (Low carb = wenig Kohlenhydrate).
Statt der Ballaststoffe stehen Proteine (Eier, Fleisch, Fisch, Gemüse) auf dem Programm. In dieser Anfangsphase soll der Körper an eine neue Ernährungsweise gewöhnt werden.

In der zweiten Phase der South-Beach-Diät werden die bisher untersagten Nahrungsmittel progressiv wieder in den Menüplan aufgenommen. Dabei werden zunächst Produkte mit geringem glykämischem Index (Glyx) wie Brot, Getreide und gewisse Obstsorten eingeführt, da sie den Blutzuckerspiegel nur gering anheben. Weißmehlprodukte, Kartoffeln, Reis und Süßigkeiten sind nach wie vor tabu. In der zweiten Phase besteht das Ziel darin, sich Schritt für Schritt seinem Wunschgewicht anzunähern. Sobald dieses erreicht ist, kann zur letzten Diätphase übergegangen werden.

In der dritten und letzten Phase der South-Beach-Diät geht es darum, die neuen Essgewohnheiten auf Dauer in den normalen Tagesablauf zu integrieren, um das neu gewonnene Idealgewicht lebenslang beizubehalten. Die klassische Diätfalle, nach Ende der Abnehmphase wieder in alte und vor allem schlechte Gewohnheiten zurück zu verfallen, soll dadurch vermieden werden.

Diese neuen Essgewohnheiten basieren auf der Trennung von gutem und schlechtem Fett bzw. Zucker. Generell sollen möglichst Nahrungsmittel mit geringem Glyx, d.h. pflanzliche Proteine und Fette, bevorzugt werden.

Die folgenden Grundregeln der South-Beach-Diät werden Ihnen bei der Wahl der Nahrungsmittel helfen:

  • Zu den guten Zuckern bzw. Kohlenhydraten zählt man natürliche Zucker im Rohzustand. Sie sind in Früchten, Gemüse und Vollkornprodukten enthalten.
  • Unter guten Fetten versteht man die für den Organismus nützlichen pflanzlichen Fette (Oliven-, Trauben-, Raps- oder Nussöl) sowie die in fettem Fisch enthaltenen Fette.
  • Als schlechte Zucker bezeichnet man raffinierte (d.h. chemisch verarbeitete) Zucker, die in Weißmehl, Kartoffeln, weißem Zucker, Süßigkeiten, industriell hergestellten Desserts und Alkohol zu finden sind.
  • Zu den schlechten Fetten zählen alle gesättigten Fettsäuren (fast alle tierischen Fette). Sie sind in Butter, Sahne, fetten Käsesorten, Vollmilch sowie in Fleisch- und Wurstwaren enthalten.

Eintypisches Tagesmenü der 1. Diätphase
Frühstück: Eier, Gemüse
Zwischenmahlzeit: Light-Käse
Mittagessen: Salat, Hähnchenbrust, Suppe, Light-Milchprodukt
Zwischenmahlzeit: Gemüse oder Hähnchenbrust oder Light-Käse (Mozzarella oder Quark)
Abendessen: Fisch, Hühnchen oder Magerfleisch, Gemüse nach Belieben, Light-Milchprodukt


Das Resultat
In der ersten Phase der South-Beach-Diät (also in den ersten 2 Wochen) kann ein Gewichtsverlust von 3 bis 4 kg verzeichnet werden. Vor allem im Bauchbereich schwinden die Pfunde zu Anfang schnell. In der zweiten Phase schmelzen pro Woche im Schnitt weitere 500 g bis 1.000 g dahin. In der dritten Phase wird das Gewicht langfristig stabilisiert.


Vorteile
Die South-Beach-Diät ist unkompliziert und einfach durchzuführen: Für die täglichen Menüs steht ein breites Nahrungsmittelangebot zur Verfügung.
Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Diäten muss bei der South-Beach-Methode nicht gehungert werden, da sie auf „normalen“ Portionen basiert und kleine Zwischenmahlzeiten zulässt.

Nachteile
Es ist unmöglich im Rahmen der South-Beach-Diät außer Haus zu essen, da
zu viele „raffinierte“ Nahrungsmittel vom Speiseplan verbannt werden. Die erste Phase darf keinesfalls länger als zwei Wochen dauern, da sonst Mangelerscheinungen auftreten können (Vitaminmangel durch Obstverzicht, Ballaststoffmangel aufgrund der Verbannung von Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten). Die Stiftung Warentest warnt außerdem vor einer möglichen Jodunterversorgung (Sonderheft Test-Spezial 2005).

Die South-Beach-Diät ist für Gichtkranke und Patienten mit Nierenschwäche ungeeignet.

Buchtipp

„Die South Beach Diät - Die Sensationsdiät aus Amerika. In 3 Schritten zum Wohlfühlgewicht“ von Arthur Agatston, Knaur Verlag.

„Die South Beach Diät. Das Kochbuch. Über 200 köstliche Rezepte zur Sensationsdiät“ von Arthur Agatston, Knaur Verlag.

von der Redaktion

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