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Doch kein Superfood? DESHALB warnen Wissenschaftler jetzt vor Kokosöl

von Jessica Stolz Veröffentlicht am 28. August 2018
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Kokosöl gilt eigentlich als das Superfood schlechthin. Alles eine Lüge? Wissenschaftler warnen jetzt vor dem Konsum: Die enthaltenen gesättigten Fettsäuren sollen das Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen deutlich steigern. Wir verraten euch, was es damit auf sich hat.

In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Produkte als Superfood angepriesen: Chiasamen halten fit, Gojibeeren schützen vor Krebs und Kokosöl macht schlank. Vor allem Kokosöl gilt eigentlich als wahrer Allrounder, denn es soll nicht nur beim Abnehmen unterstützen, sondern auch für geschmeidige Lippen und glänzende Haare sorgen.

Nun aber löst ein Vortrag der ehemaligen Harvard Professorin Dr. Dr. Karin Michels heftige Diskussionen über Kokosöl aus, der mittlerweile auch auf Youtube veröffentlicht wurde. Darin sagt sie nämlich, dass der Konsum von Kokosöl gesundheitsgefährdend sei. Doch was ist dran an dieser Aussage?

Den Vortrag in voller Länge kannst du hier anschauen:

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Kokosöl ist "das reine Gift"

Erstmal von vorne: In ihrem Vortrag möchte die Präventionsmedizinerin Prof. Karin Michels über Kokosöl und andere Ernährungsirrtümer sprechen. Schon am Anfang ihres Vortrags warnt die Freiburger Professorin vor dem Konsum des Kokosöls. Dass Kokosöl gesund sei, Vitamine enthalten solle und beim Abnehmen unterstütze, sei laut Michels ein absoluter Irrglaube.

Sie geht in ihrem Vortrag noch weiter und behauptet, dass Kokosöl eines der schlimmsten Nahrungsmittel sei, das man überhaupt zu sich nehmen könne. Kokosöl sei laut Michels "das reine Gift"!

Was genau soll ungesund am Kokosöl sein?

Kokosöl enthält rund 92 Prozent gesättigte Fettsäuren - und genau die sind wohl das Problem. Gesättigte Fettsäuren sorgen nämlich dafür, dass unsere Herzkranzgefäße verstopfen. Im schlimmsten Fall kann das sogar zum Herzinfarkt führen. Es soll mehrere internationale Studien geben, die das Gesundheitsrisiko durch Kokosöl bestätigen. Abgesehen davon ist die Herstellung des Kokosöls auch für unsere Umwelt nicht gut: Die langen Lieferwege und fragwürdigen Anbaumethoden sind Naturschützern schon lange ein Dorn im Auge.

Kein Grund zur Panik!

Die Aussagen der Medizinerin sind auf heftige Kritik gestoßen. In einem Statement entschuldigt sich die Professorin jetzt für ihre zugespitzten Formulierungen. Aussagen wie "Kokosöl ist das reine Gift" und "eines der schlimmsten Nahrungsmittel, die man essen kann" waren pointiert und zugespitzt. Sie wolle niemanden verunsichern, sondern lediglich Aufklärungsarbeit leisten.

​Wirklich schlau sind wir nach Michels Vortrag nicht. Sollen wir nun gänzlich auf Kokosöl verzichten? Wer Kokosöl gelegentlich zum Kochen nutzen möchte, muss sich absolut keine Sorgen machen. Wie bei fast allen Nahrungsmitteln kommt es auch hier auf die Menge an. Demnach sei nur der übermäßige Konsum von Kokosöl gesundheitsgefährdend. Als gesunde Alternativen zum Kokosöl rät Michels übrigens dazu lieber auf Olivenöl, Rapsöl und Leinöl zurückzugreifen.

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