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Aldi: So teuer werden Obst- und Gemüsetüten künftig

Video von esther.pistorius Veröffentlicht am 11. Juni 2019

Im letzten Jahr wurden in Deutschland laut dem Bundesumweltministerium mehr als drei Millionen von ihnen verwendet: Die Rede ist von den dünnen Plastiktüten, die Supermärkte in ihrer Obst- und Gemüseabteilung anbieten. Doch Aldi möchte nun ein Zeichen für den Umweltschutz setzen.

von Nicola Pohl

Wir kennen sie alle: die dünnen Plastiktüten, mit denen wir im Supermarkt das lose Obst und Gemüse verpacken können. Um den Plastikkonsum in Deutschland zu reduzieren, kosten bereits die Einkaufstüten, die man an der Kasse bekommt, seit einigen Jahren Geld. Dadurch ist zwar der Verbrauch der Einkaufstüten aus Plastik deutlich zurückgegangen, doch viele Kunden greifen stattdessen auf die dünnen Plastiktüten zurück und verpacken sogar ihre gesamten Einkäufe darin.

Doch damit soll jetzt Schluss sein: Die Discounter Aldi Nord und Aldi Süd wollen gegen das viele Plastik in ihren Geschäften vorgehen. In Zukunft sollen die Plastiktüten für Obst und Gemüse einen Cent kosten. Das ist zwar nicht viel, soll aber vor allem als symbolischer Preis im Kampf gegen den Plastikkonsum dienen.

Nachhaltigkeit wird immer wichtiger

Bereits ab Sommer möchte Aldi seine Plastiktüten aus Bioplastik herstellen lassen. Das Material wird aus Zuckerrohrresten hergestellt und ist dadurch eine gute Alternative zu normalem Plastik. Bis 2022 sollen alle Verpackungen der Aldi-Eigenmarken recyclebar werden. Auch Real zieht mit und möchte sogar schon bis 2020 seine Plastiktüten gegen Papierbeutel tauschen.

Bei vielen Verbrauchern findet schon jetzt ein Umdenken statt und der Wunsch, Plastik im Alltag zu sparen, wird stärker. Immer mehr Menschen benutzen bereits Obst- und Gemüsenetze oder Stoffbeutel für ihren Einkauf, die wiederverwendbar sind. Und auch sogenannte Unverpackt-Läden erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.

An einigen Orten ist Plastik bereits ganz verboten

Auch wenn in Deutschland bereits ein Umdenken stattfindet, sind uns viele andere Länder weit voraus. Denn sie haben das Plastikproblem unseres Planeten längst erkannt und steuern gegen, indem sie Einwegplastik komplett verbieten. Insgesamt sind es mehr als 70 Länder.

Vorreiter sind vor allem viele afrikanische Länder wie Ruanda oder Kenia. Dort sind Plastiktüten nicht nur verboten, sondern ein Verstoß wird sogar mit hohen Strafen geahndet. Auch Italien, Frankreich, Mallorca und Neuseeland verbieten bereits Einwegplastiktüten oder Strohhalme.

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