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Abgemagert & ungesund: Amanda Seyfried wettert gegen Influencerin

von Nicole Molitor Veröffentlicht am 12. Juli 2019

Schauspielerin Amanda Seyfried wettert heftig gegen eine Influencerin, die sich nach der Geburt ihres Kindes wieder super schlank auf Instagram präsentiert. Dabei sind die Gründe für Seyfrieds Kritik im Ansatz sogar nachvollziehbar.

Es fing alles damit an, dass Influencerin Arielle Charnas am 10.07.2019 auf Instagram ein Bikini-Foto von sich gepostet hat. Dazu schreibt sie: "Proud of my body after two kids". Zu Deutsch: Stolz auf meinen Körper nach zwei Kindern.

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Proud of my body after two kids 💚

Ein Beitrag geteilt von Arielle Noa Charnas (@ariellecharnas) am Jul 9, 2019 um 5:26 PDT

Viele ihrer Follower loben Arielle daraufhin dafür, wie toll ihr Körper trotz der Strapazen einer zweifachen Geburt aussehe. Doch nicht alle Stimmen sind so positiv. Einige User werfen der Influencer-Mama vor, damit ein falsches Körperbild zu promoten.

Arielles berühmteste Kritikerin ist jedoch Amanda Seyfried. Die Schauspielerin beruft sich auf eine ihrer Freundinnen, die der Influencerin in einem Kommentar ebenfalls vorgeworfen hat, mit ihrem "ungesunden" und "abgemagerten" Körper ein schlechtes Vorbild für junge Mädchen zu sein.

Hauptkritikpunkt: Arielle Charnas bestätige mit ihrem Foto und der Bildunterschrift das patriarchale Prinzip, dass eine Frau nach der Geburt schnell wieder die ursprüngliche Form annehmen müsse.

Dabei unterstreicht Amanda Seyfried genau wie ihre Freundin, Arielle verdanke es nur ihrem Vermögen, so rasch wieder die Schwangerschaftskilos verloren zu haben (beide Kritikerinnen sollen übrigens umgehend von Influencerin Arielle auf Instagram blockiert worden sein).

Bodyshaming versus Vorbildfunktion

Beide, sowohl Seyfried als auch ihre Freundin sind sich einig, dass Arielle ihre Aufgabe als Influencerin anders nutzen sollte, als das gesellschaftliche Bild von super schlanken, erfolgreichen Frauen bei Instagram zu pushen.

Obwohl sich Seyfried nach Bodyshaming-Vorwürfen auf ihren eigenen Hass-Kommentar hin entschuldigt, – sie wolle niemanden verurteilen, sondern auf ein relevantes Gesellschaftsthema aufmerksam machen – bleibt sie dabei, dass Influencer eine öffentliche Verantwortung hätten.

Mit ihrem Aufruf zum Hinterfragen der Rechte und Pflichte von Influencern mag Seyfried durchaus recht haben. In diesem Fall ist sie jedoch deutlich übers Ziel hinausgeschossen. Wir Frauen sollten zusammenhalten, statt einander für unseren Körper zu kritisieren – egal, ob dünn oder dick.

Verständlich, dass Arielle Charnas entsprechend empört reagiert. Laut der amerikanischen Cosmopolitan schrieb die Influencer-Mama in ihrer Insta-Story, sie fühle sich gemobbt und angegriffen, nur weil sie eben dünn sei.

von Nicole Molitor