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Coronavirus: Leute, hört auf Klopapier zu horten!

von Ann-Kathrin Schöll Erstellt am 16. März 2020
Coronavirus: Leute, hört auf Klopapier zu horten!© gofeminin

Für viele scheint das Ende der Welt gekommen zu sein. Und was braucht man am Ende der Welt? Natürlich Toilettenpapier… NICHT! Schaut man sich aktuell in Supermärkten um, scheinen das viele Menschen aber zu glauben. Es ist Zeit, deutlich zu werden: Leute, hört auf mit derart sinnlosen Hamsterkäufen! Das ist völliger Blödsinn!

Was geht in den Köpfen der Menschen vor sich, die aktuell die Supermärkte stürmen, um zig Packungen Toilettenpapier und haltbare Lebensmittel herauszuschleppen?

Ja, die Situation ist beunruhigend. Und ja, das Virus wird sich weiter verbreiten. Doch all das ist kein Grund panische Hamsterkäufe zu tätigen!

Im Netz und auf WhatsApp kursieren haufenweise Fake News, die nur eins zum Ziel haben: Panik zu verbreiten. Die Supermärkte werden NICHT geschlossen. Die Fabriken produzieren weiter. Die Lager sind voll.

Nicht der Coronavirus sorgt für Engpässe und leere Regale, sondern IHR, die ihr wild Lebensmittel hortet. Ihr sorgt dafür, dass am Ende nicht alle Menschen mit dem Nötigsten versorgt werden können. Ihr verhaltet euch egoistisch und vollkommen irrsinnig.

Coronavirus, nicht Norovirus

Die häufigsten Symptome des Coronavirus sind Fieber und Husten – nicht Durchfall. An alle, die glauben, sie bräuchten einen Toilettenpapier-Vorrat bis 2021: Es geht das Coronavirus um, nicht das Norovirus. Also macht euch nicht lächerlich.

Schaltet euren Verstand ein und hinterfragt im Supermarkt euren Einkauf: Braucht meine Familie wirklich fünf Packungen Klopapier? Selbst, wenn wir die nächsten zwei Wochen in Quarantäne müssen? Brauche ich wirklich zehn Packungen Mehl, wo ich doch sonst auch nie viel selbst gebacken habe? Werden wir die nächsten Monate unsere Wohnungen nicht verlassen dürfen?

Die Antwort auf all diese Fragen lautet: NEIN.

Nein zur Panik!

Viele von uns haben ihr Gehirn in den Panik-Modus gesetzt. Und das ist fast noch gefährlicher als der Virus selbst. Denn Panik lässt uns nicht klar denken. Panik lässt uns schlechte Entscheidungen treffen. Panik verschlimmert das Problem.

Deshalb mein Aufruf an alle, die diesen Artikel lesen: Geht zu eurem Vorratsschrank und atmet tief durch. Schaut euch an, was ihr gehortet habt und fragt euch: Brauche ich das wirklich? Oder kann ich nicht etwas abgeben an die Menschen in meiner Umgebung, die etwas brauchen. An die Alten, Kranken und Schwachen, die vor leeren Regalen stehen oder gar nicht erst vor die Tür kommen?

In diesen Krisenzeiten ist eines viel wichtiger als Toilettenpapier – und das ist Solidarität.

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